In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind am dritten Jahrestag der Hamas-Massaker israelfeindliche Demonstrationen vorgesehen. Darauf hat Honest Reporting hingewiesen. »Der 7. Oktober wird auf deutschen Straßen umgedeutet«, so die NGO.
Aufrufe zu diesen Aufmärschen zeigen: Die Organisatoren beabsichtigen, abermals die Völkermord-Lüge gegen Israel zu verbreiten. Die Gruppe »Intifada Hannover« plant einen »Palästina-Marsch« am Hannoveraner Hauptbahnhof, der am 7. Oktober um 17 Uhr beginnen soll. »3 Jahren Genozid« steht mit einem Grammatikfehler auf einem Banner. Auch »Widerstand bis zum Sieg« heißt es. Diese Formulierung stellt offensichtlich eine offene Unterstützung des palästinensischen Terrors dar.
Bilder von offenbar palästinensischen Kindern, die unter dem von der Hamas begonnenen Krieg leiden, sind auf demselben Banner im Umriss Israels, Gazas und des Westjordanlands zu sehen. Diese bei israelfeindlichen Aktivisten verbreitete Darstellung ist eine Forderung nach einer Vernichtung Israels, die mit den Zielen der Hamas übereinstimmt.
Die Initiatoren israelfeindlicher Demos in Duisburg und Köln nutzen für Aufrufe die Parole »Es begann nicht am 7. Oktober«. Laut Honest Reporting bezeichnete diese und andere Aufrufe als »eine unerträgliche Verdrehung«. Die Opfer des 7. Oktober dürften in Deutschland nicht aus der Geschichte herausgeschrieben werden, hieß es dort.
»Polizei und Justiz müssen bei diesen Demonstrationen genau hinsehen und einschreiten, wo Terror gebilligt, antisemitisch gehetzt oder zu Gewalt aufgerufen wird«, so die Organisation. »Die entscheidende Frage lautet: Wie oft sollen wir noch erleben, dass die Vernichtung Israels auf Plakaten angedeutet und als Protest verkauft wird? Der 7. Oktober darf kein Aktionstag zur Verklärung der Täter werden.«
In Berlin wurden für den 7. Oktober 2026 hingegen mehrere Gedenkveranstaltungen für die Opfer der Hamas-Massaker vom 7. Oktober angemeldet. Auf dem Pariser Platz am Brandenburger Tor und auf dem Bebelplatz sind der bei der Polizei angesiedelten Demonstrationsbehörde zufolge ganztägige Veranstaltungen vorgesehen.
Gedenkkundgebung der DIG
Eine weitere Gedenkkundgebung soll um 16:00 Uhr auf dem Berliner Sderotplatz stattfinden. Diese wurde von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Brandenburg (DIG) angemeldet. Sprechen sollen dort die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Maren Schellenberg sowie Adi Kaslasy-Way, Vorstandsmitglied im Städtepartnerschaftsverein. Der Bürgermeister von Sderot, Alon Davidi, wird per Videobotschaft zugeschaltet.
Hinzu kommt eine Mahnwache gegen Antisemitismus um 18:00 Uhr auf dem Bebelplatz. Die Organisatoren schrieben in die Anmeldung: »Dritter Jahrestag der antisemitischen Massaker vom 7. Oktober 2023 und der Entfesselung des Krieges durch islamistische Terror-Banden gegen den Staat Israel und darauffolgender Angriffe und Bedrohungen jüdischen Lebens, unserer vielfältigen Gesellschaft und Demokratien weltweit.«
Sie fügten hinzu: »Gegen jeden Antisemitismus und Antizionismus als seine neue gewaltvolle Form, ob rechts, links, jihadistisch oder aus der Mitte unserer Gesellschaft – Jüdisches Leben schützen – Judenhass und antisemitische Gewalt bekämpfen!«