Solidarität

Tausende protestieren in Israel gegen Russlands Angriff auf die Ukraine

Massendemonstration am Samstagabend in Tel Aviv Foto: picture alliance / AA

Tausende Menschen haben in Israel gegen Russlands Einmarsch in die Ukraine protestiert. Die Demonstranten forderten am Samstagabend ein Ende des Krieges sowie eine stärkere Unterstützung für die Ukraine, wie israelische Medien berichteten. Die ukrainische Botschaft in Israel lobte die Kundgebung in einem Tweet: »Starke Stimme der Unterstützung für die Ukraine aus dem Herzen Tel Avivs«.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Beide Länder pflegen gute Beziehungen. Die Ukraine gehörte in den vergangenen Jahren stets zu den Ländern, aus denen die meisten Zuwanderer nach Israel kamen - teilweise mehr als 7000 Menschen pro Jahr. In der Ukraine leben nach Angaben der Jewish Agency aktuell rund 43.000 Juden.

Die Zahl derjenigen, die aufgrund jüdischer Verwandter nach Israel einwandern könnten, liegt bei rund 200.000. Nach Angaben des Außenministeriums leben grundsätzlich rund 15.000 Israelis in der Ukraine. 

Aber auch zu Russland hat Israel eigentlich ein gutes Verhältnis. Russland ist neben dem Iran zwar der wichtigste Verbündete der syrischen Regierung in Israels verfeindetem Nachbarland. Russland toleriert dort aber regelmäßige Angriffe Israels, mit denen das Land seine Bürger schützen will und verhindern möchte, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbündete Terrormilizen ihren militärischen Einfluss in Syrien ausweiten. 

Israel hatte sich zunächst mit direkter Kritik an Moskau zurückgehalten. Schließlich verurteilte das Land dann aber doch Russlands Invasion. dpa/ja

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Der NGO »Ärzte ohne Grenzen« ist Propaganda gegen Israel wichtiger als die Hilfeleistung für Gaza

von Wolf J. Reuter  05.01.2026

USA

Jüdischer Bundesrichter Hellerstein leitet Strafverfahren gegen Maduro

Der 92 Jahre alte orthodoxe Richter gilt als »kompromisslos fair«. Ernannt wurde er 1998 von Präsident Bill Clinton

 05.01.2026

Washington D.C.

Unterdrückung der Proteste: Trump droht Iran mit Konsequenzen

Während Trump den Druck von außen erhöht, zeichnen Berichte ein Bild wachsender Nervosität an der Spitze der Islamischen Republik

 05.01.2026

Interview

»Plötzlich ist das Gefühl von Sicherheit weg«

In der Nacht auf Sonntag ist das private Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner Ziel eines Brandanschlags geworden. Mit der Jüdischen Allgemeinen spricht er nun exklusiv über den Angriff – und benennt, was daraus folgen muss

von Mascha Malburg, Philipp Peyman Engel  04.01.2026 Aktualisiert

Templin

Brandanschlag auf Grundstück des Beauftragten gegen Judenhass

Auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg wurde ein Schuppen in Brand gesteckt. Auf seiner Haustür haben die Täter ein rotes Hamas-Dreieck hinterlassen

 05.01.2026 Aktualisiert

Analyse

Warum die Proteste im Iran auch eine Chance für unsere Sicherheit sind

Anschläge und Morde, verdeckte Handelsfronten, Identitätsdiebstahl und Sanktionsumgehung: Das Regime in Teheran ist auch in Europa zu einem hybriden Bedrohungsakteur geworden. Umso wichtiger ist es, die Regimegegner zu unterstützen

von Rebecca Schönenbach  04.01.2026

Interview

»Israels Sache ist gerecht, sie muss nur besser erklärt werden«

Der saudische Influencer Loay Alshareef über Frieden im Nahen Osten, seine erste Begegnung mit Juden und die Kraft persönlicher Erfahrung

von Stefan Laurin  04.01.2026

Iran

Proteste gegen Chamenei weiten sich aus

Im Iran kam es erneut zu Gewalt gegen Demonstrierende. Die Proteste haben sich inzwischen auf etwa 70 Prozent des Landes ausgeweitet. Auch in Berlin und Washington versammelten sich oppositionelle Exiliraner

 04.01.2026

Venezuela

Netanjahu gratuliert Trump

Israels Regierungschef Netanjahu lobt den US-Angriff in Venezuela und hebt Trumps Vorgehen gegen Maduro als »historisch« hervor. Andere israelische Politiker ziehen Parallelen zum Iran

 04.01.2026