Berlin

Karin Prien soll Bundesministerin werden

Karin Prien (CDU) Foto: IMAGO/Reiner Zensen

Wie die CDU am Montagmorgen mitteilte, soll die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien unter einem Bundeskanzler Friedrich Merz das neue Bildungsressort in der Bundesregierung übernehmen. Zuvor hatte »Table Media« berichtet.

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Mit Prien wäre im neuen Kabinett damit auch eine Politikerin mit ausgeprägter jüdischer Familiengeschichte vertreten. Halachisch gesehen ist Karin Prien keine Jüdin. Doch die schleswig-holsteinische CDU-Politikerin hat zwei jüdische Großväter, die die Schoa überlebt haben: Salomon Hartoch, einen Düsseldorfer Kaufmann, und einen Anwalt aus Prag. Die Familiengeschichte spielte in ihrem Elternhaus eine ebenso große Rolle wie jüdische Kultur und Traditionen. Prien selbst ist außerdem Vorsitzende des Jüdischen Forums in der CDU. Ihre jüdische Herkunft thematisierte Prien das erste Mal 2016 öffentlich.

Der CDU-Politiker Johann Wadephul soll laut »Table Media« neuer Außenminister werden. Die Energiemanagerin und frühere CDU-Abgeordnete Katherina Reiche soll Wirtschaftsministerin werden. 

Ein CDU-Sprecher sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur, man äußere sich zu den Spekulationen nicht. Er verwies auf die am Montag geplante Vorstellung der Kabinettsbesetzung. Dann will CDU-Chef Merz in Berlin die künftigen Ministerinnen und Minister präsentieren, die seine Partei in die Bundesregierung entsendet. Parallel dazu stellt CSU-Chef Markus Söder seine Kandidaten in München vor.

Der Fachpolitiker Wadephul aus Schleswig-Holstein wäre erster CDU-Außenminister seit fast 60 Jahren. Spekuliert wurde auch über den früheren NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet. Prien gehörte auch zum Koalitionsverhandlungsteam der CDU. Für Reiche wiederum wäre es eine Art Comeback: Von 1998 bis 2015 gehörte sie dem Bundestag an. Sieben Jahre davon war sie Mitglied der Bundesregierung als Parlamentarische Staatssekretärin. 

Die CDU stellt laut Koalitionsvertrag sieben der insgesamt 17 Ministerinnen und Minister, ebenso wie die SPD. Auf die CSU entfallen drei Ressorts. Die SPD will ihre Kandidatinnen und Kandidaten für das neue Kabinett erst nach dem Ende ihres Mitgliederentscheids über den Koalitionsvertrag präsentieren. dpa/ja

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