Justiz

Stutthof-Sekretärin nicht mehr in U-Haft

Im KZ Stutthof wurden zwischen Juli 1944 und Mai 1945 rund 27.000 Menschen, vor allem Juden, ermordet. Foto: dpa

Die vor dem Landgericht Itzehoe angeklagte ehemalige Sekretärin des Konzentrationslagers Stutthof ist am Dienstag aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Nach einer Haftbeschwerde und erneuter Prüfung habe die Kammer den Haftbefehl außer Vollzug gesetzt und die 96-jährige Angeklagte unter Anordnung von Sicherheitsmaßnahmen aus der Haft entlassen, teilte das Landgericht mit. Der nächste Verhandlungstag ist für den 19. Oktober vorgesehen, dann soll die Anklage verlesen werden.

Irmgard F. war am ersten Verhandlungstag am 30. September frühmorgens geflohen, per Haftbefehl gesucht und noch am gleichen Tag von der Polizei gefunden worden. Daraufhin wurde sie auf unbestimmte Zeit in die Untersuchungshaftanstalt gebracht.

Die Anklage wirft F. Beihilfe zu mehr als 11.000 Fällen des Mordes und versuchten Mordes vor. Der Angeklagten wird zur Last gelegt, in ihrer Funktion als Stenotypistin und Schreibkraft in der Lagerkommandantur des ehemaligen KZ Stutthof zwischen Juni 1943 und April 1945 den Verantwortlichen des Lagers bei der systematischen Tötung von dort Inhaftierten Hilfe geleistet zu haben. Bis zum Sommer 2022 sind 27 Verhandlungstermine angesetzt. epd

Madrid

Museum wirft israelische Besucherinnen raus

Drei ältere Touristinnen werden von Besuchern bepöbelt, weil sie Davidsterne und eine israelische Fahne tragen. Doch statt ihnen zu helfen, setzt das Museum sie vor die Tür

 16.02.2026

Diskussionsveranstaltung

Francesca Albanese soll in Berlin auftreten, Absage gefordert

Es könne nicht sein, dass die Senatsverwaltung für Kultur durch die Förderung des Veranstaltungsortes ermögliche, dass antisemitische Veranstaltungen durch Steuergelder finanziert würden, so die Organisation »Gegen jeden Antisemitismus«

von Imanuel Marcus  16.02.2026

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026

Sydney

Bondi-Attentäter erstmals vor Gericht

Naveed Akram ist wegen 59 Straftaten angeklagt, darunter 15-facher Mord sowie die Durchführung eines Terroranschlags

 16.02.2026

Dresden

Mehr rechtsextreme Vorfälle an Sachsens Schulen

Von NS-Symbolen und Parolen bis hin zu Beleidigungen und Gewalt: Das sächsische Bildungsministerium hat 2025 fast 250 rechtsextreme Vorfälle dokumentiert

von Yvonne Jennerjahn  15.02.2026

Analyse

Das Prinzip Trump

Der US-Präsident hat Israels sicherheitspolitische Lage gestärkt – zugleich spaltet er das eigene Land. Aber ein geschwächtes Amerika garantiert keinen stabilen Schutz

von Carsten Ovens  15.02.2026

Nahost

Italien und Rumänien nehmen als Beobachter an Trump-»Friedensrat« teil

Bislang sind in dem Gremium des US-Präsidenten nur zwei EU-Staaten dabei

 15.02.2026 Aktualisiert

Solidarität

Für Freiheit im Iran: 250.000 Demonstranten in München

Unter den Rednern war auch der Publizist Michel Friedman: »Ein Regime, das für Terrorismus steht, gehört abgesetzt«

 15.02.2026 Aktualisiert

USA/Iran

US-Präsident Trump: Machtwechsel im Iran wäre wohl das Beste

US-Präsident droht Teheran im Streit über das Atom- und Raketenprogramm mit einem Angriff. Er legt nach: Nur ein Deal könne dies verhindern

 14.02.2026