Universität Leipzig

Studie: AfD-Anhänger glauben deutlich häufiger an Verschwörungen

Mann mit Aluhut bei einer Demo gegen Corona-Regeln in Düsseldorf Foto: imago images/imagebroker

Verschwörungserzählungen sind bei Anhängern der AfD einer Studie zufolge deutlich verbreiteter als bei Anhängern anderer Parteien. So weisen knapp drei Viertel (73,5 Prozent) der AfD-Anhänger eine Verschwörungsmentalität auf, wie die Universität Leipzig am Mittwoch mitteilte.

Zwei Drittel von ihnen glauben an Verschwörungsmythen rund um die Corona-Pandemie. Am wenigsten anfällig für Verschwörungserzählungen sind demnach Sympathisanten der Grünen.

antisemitismus Damit bestätigten sich frühere Forschungsergebnisse, wonach Wähler der AfD besonders anfällig für antidemokratische Einstellungen seien, hieß es. Forschungsleiter Oliver Decker erklärte, es zeige sich einmal mehr, »dass die AfD ein großes Problem bei der Auseinandersetzung mit anti-modernen und antisemitischen Inhalten hat«.

Indes sind laut Studie auch 55,2 Prozent der Nichtwählerinnen und -wähler sowie 37 Prozent der FDP-Anhänger empfänglich für Verschwörungserzählungen. Von den im Bundestag vertretenen Parteien liegt der Wert bei den Grünen mit 18,1 Prozent am niedrigsten.

Die neuen Ergebnisse sind demnach aus einer vertieften Analyse der im November erschienenen Leipziger Autoritarismus-Studie 2020 hervorgegangen. Dabei hätten die Forscher des neuen Else-Frenkel-Brunswik-Instituts der Uni Leipzig festgestellt, dass es einen statistischen Zusammenhang zwischen Parteienpräferenz, Zustimmung zu Verschwörungsmentalität und der Selbstverortung auf einer Rechts-Links-Skala gebe.

Zudem gebe es einen eindeutigen Zusammenhang zwischen antisemitischen Aussagen und Verschwörungserzählungen, auch beim Thema Corona. epd

Texas

»Ich bin gegen zionistische Juden«: Schwere Vorwürfe gegen Kandidatin der Demokraten

Maureen Galindo will ein »Gefängnis für amerikanische Zionisten« einrichten

 26.05.2026

Förderung

Bundesrechnungshof rügt Auswärtiges Amt wegen Geld für Islamic Relief

Islamic Relief Deutschland präsentiert sich als humanitäre Hilfsorganisation. Und erhielt Förderung des Auswärtigen Amtes. Der Bundesrechnungshof rügt das: Es gebe Verbindungen zur Muslimbruderschaft

von Christoph Arens  26.05.2026

Mexiko-Stadt

Mexiko nimmt iranische Nationalmannschaft während der WM auf

Präsidentin Claudia Sheinbaum sagt, die USA hätten angefragt, ob die Iraner in ihrem Land übernachten könnten. »Und wir haben gesagt: Ja, ohne Problem, wir haben damit überhaupt kein Problem.«

 26.05.2026

Teheran

Irans Präsident ordnet Freischaltung des Internets an

Während des Krieges wollte das Regime offenbar verhindern, dass Berichte, Bilder über das Ausmaß der Kriegsschäden sowie über die Stimmung im Land in sozialen Medien verbreitet werden

 26.05.2026

Bilbao/Wien

Festnahmen und Tumulte um Gaza-Flottillen-Aktivisten in Spanien und Österreich

Teils chaotische Szenen mit Rangeleien und dem Einsatz von Gewalt durch Sicherheitskräfte werden von den Flughäfen in Bibao und Wien gemeldet

 26.05.2026

Dresden

Wegen Betrugs und Geldwäsche: Bewährungsstrafe für Rabbiner

Das Amtsgericht Dresden hat sein Urteil gesprochen: Ein 41-jähriger Rabbiner wurde der Beihilfe zum Betrug für schuldig befunden

 26.05.2026

Nahost

USA greifen iranische Ziele an

Das US-Zentralkommando spricht von begrenzten Einsätzen, die »vorerst abgeschlossen« worden seien. Derweil warnt Außenminister Rubio das Teheraner Regime

 26.05.2026

Washington D.C.

Trump drängt auf Ausweitung der Abraham-Abkommen als Teil eines Iran-Deals

Der Präsident schreibt: »Nach all der Arbeit der Vereinigten Staaten, dieses sehr komplexe Puzzle zusammenzufügen, sollte es verpflichtend sein, dass all diese Länder mindestens gleichzeitig die Abkommen unterzeichnen.«

 26.05.2026

Interview

»Als Nichtjude etwas beitragen«

Michael Roth (SPD) über einen Pin gegen Antisemitismus, hasserfüllte Kommentare und Rückhalt

von Sophie Albers Ben Chamo  24.05.2026