Berlin

Stolpersteine beschädigt

Foto: Ayala Goldmann

In Berlin-Schöneberg sind am Freitag frisch verlegte Stolpersteine in der Crellestraße/Ecke Kolonnenstraße beschädigt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, bemerkte eine Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle »Stolpersteine Berlin« Kratzer und bräunliche Verfärbungen an den erst am Donnerstagmorgen ins Pflaster eingesetzten und am Freitagvormittag von einer Spezialfirma polierten Steinen.

Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. Der Staatsschutz ermittelt wegen wegen des Verdachts der politisch motivierten Sachbeschädigung. Am Sonntagnachmittag war zu sehen, dass an der Stelle an der Crellestraße 1 erneut Blumen niedergelegt wurden. Inzwischen wurden die Steine auch etwas gereinigt.

TATZEIT Insgesamt vier Steine erinnern dort an die jüdische Arztfamilie Davidsohn, deren Mitglieder von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet worden waren. Der Bildungsstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Matthias Steuckardt (CDU), sagte dem Berliner »Tagesspiegel«, er sei »besonders entsetzt und schockiert« darüber, dass die Tat offenbar am hellichten Tag auf einer belebten Straße verübt wurde.

Es war nicht die erste Sachbeschädigung an dieser Stelle: Laut der Zeitung war einer der vier Steine, der bereits im März 2019 in Erinnerung an die jüdische Kinderärztin Erna Davidsohn verlegt wurde, nach wenigen Monaten beschädigt und später ersetzt worden. ag/epd

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026