Berlin

Stolpersteine beschädigt

Foto: Ayala Goldmann

In Berlin-Schöneberg sind am Freitag frisch verlegte Stolpersteine in der Crellestraße/Ecke Kolonnenstraße beschädigt worden. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, bemerkte eine Mitarbeiterin der Koordinierungsstelle »Stolpersteine Berlin« Kratzer und bräunliche Verfärbungen an den erst am Donnerstagmorgen ins Pflaster eingesetzten und am Freitagvormittag von einer Spezialfirma polierten Steinen.

Hinweise zu möglichen Tatverdächtigen gibt es bislang nicht. Der Staatsschutz ermittelt wegen wegen des Verdachts der politisch motivierten Sachbeschädigung. Am Sonntagnachmittag war zu sehen, dass an der Stelle an der Crellestraße 1 erneut Blumen niedergelegt wurden. Inzwischen wurden die Steine auch etwas gereinigt.

TATZEIT Insgesamt vier Steine erinnern dort an die jüdische Arztfamilie Davidsohn, deren Mitglieder von den Nationalsozialisten verfolgt und ermordet worden waren. Der Bildungsstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Matthias Steuckardt (CDU), sagte dem Berliner »Tagesspiegel«, er sei »besonders entsetzt und schockiert« darüber, dass die Tat offenbar am hellichten Tag auf einer belebten Straße verübt wurde.

Es war nicht die erste Sachbeschädigung an dieser Stelle: Laut der Zeitung war einer der vier Steine, der bereits im März 2019 in Erinnerung an die jüdische Kinderärztin Erna Davidsohn verlegt wurde, nach wenigen Monaten beschädigt und später ersetzt worden. ag/epd

New York

Epstein-Akten: Falsche Leiche zur Ablenkung der Medien

Der Tod des jüdischen Straftäters ist Gegenstand etlicher Verschwörungserzählungen. In einem Dokument aus den jüngst veröffentlichten Akten wird der Abtransport der Leiche zur Gerichtsmedizin beschrieben

 11.02.2026

Jerusalem

Klöckner rät Israel von Einführung der Todesstrafe ab

Die Bundestagspräsidentin betont vor Journalisten Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen den Hamas-Terror. Sie spricht aber auch heikle Themen an

 11.02.2026

Kommentar

 »Nie wieder!« ist eine grenzüberschreitende Daueraufgabe

Die Antisemitismus-Konferenz in St. Gallen macht klar: Judenhass macht vor Grenzen nicht halt und muss entsprechend bekämpft werden

von Jonathan Kreutner  11.02.2026

Washington D.C.

US-Regierung erwägt Beschlagnahmung iranischer Öltanker

Das Vorhaben gilt als Teil einer verschärften Sanktionsstrategie, mit der die Vereinigten Staaten Irans wichtigste Einnahmequelle ins Visier nehmen

 11.02.2026

Übersicht

Von Adel bis Politik: Das »Who is Who?« der Epstein-Akten

Der US-Multimillionär und Pädokriminelle Jeffrey Epstein verkehrte in höchsten Kreisen. Die nun veröffentlichten Akten bringen viele in Bedrängnis - dabei hatte nicht jeder direkt mit Epstein zu tun

 11.02.2026

Diplomatie

Felix Klein soll Botschafterposten bekommen

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung wird nach Informationen von »Table.Briefings« im Sommer die Leitung der Vertretung der Bundesrepublik bei der OECD in Paris übernehmen

 11.02.2026

Meinung

Sprachrohr der Hamas, Maulheldin der Vereinten Nationen

Wieder einmal macht Francesca Albanese mit ungeheuerlichen Äußerungen von sich reden. Doch Europas Politiker bleiben seltsam still

von Michael Thaidigsmann  11.02.2026

Nahost

Netanjahu mit Iran-Agenda in Washington – Gaza bleibt Streitpunkt

Der israelische Ministerpräsident will dem US-Präsidenten darlegen, welche Bedingungen aus seiner Sicht für ein Abkommen unverzichtbar sind, um Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten zu gewährleisten.

 11.02.2026

Paris

13-jähriger Jude mit Messer bedroht und beraubt

Die jugendlichen Angreifer beschimpften das Opfer als »schmutziger Jude« und sollen ihm ein Messer an die Kehle gehalten haben

 11.02.2026