Antisemitismus

Stadt Frankfurt verbietet »Nakba«-Demonstration

Die Kundgebung sollte an der Frankfurter Hauptwache stattfinden. Foto: imago images/rheinmainfoto

Die Stadt Frankfurt am Main hat die für diesen Samstag geplante »Nakba« Demonstration von palästinensischen Gruppen verboten. Nach Erkenntnissen der Versammlungsbehörde »liegen derart belastende Umstände« vor, die ein komplettes Verbot der für den Nachmittag angemeldeten Kundgebung mit dem Titel »73 Jahre Nakba -
Die fortdauernde Vertreibung in Palästina« rechtfertigten, teilte das
Ordnungsamt am Freitag mit.

Unter Berücksichtigung der Situation im Nahen Osten und den bereits stattgefundenen antisemitischen Veranstaltungen zu diesem Thema in Deutschland sei eine Gefährdung des öffentlichen Friedens und der Sicherheit in der Stadt zu erwarten, hieß es.

Auch sei nicht auszuschließen, dass die Kundgebung Ausgangspunkt antisemitischer Äußerungen, Drohungen und Handlungen sein könnte, da zwischenzeitlich von deutlich mehr als den angemeldeten 40 bis 60 Teilnehmern ausgegangen werden müsse.

Zu der Kundgebung hatte das Netzwerk »Samidoun« aufgerufen. Wegen
der massiv israelfeindlichen Ausrichtung hatten unter anderen der
hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker (CDU) und die Jüdische
Gemeinde Frankfurt ein Verbot der Veranstaltung gefordert. epd

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