Justiz

Staatsanwaltschaft: Noch keine Ergebnisse zu Ofarim-Fall

Mit »Blick auf die hohe mediale Aufmerksamkeit« würden die Ermittlungen »mit Hochdruck geführt«, teilte die Staatsanwaltschaft Leipzig mit. Foto: imago/Christian Grube

Nach dem möglichen antisemitischen Vorfall um den Musiker Gil Ofarim in einem Leipziger Hotel veröffentlicht die Staatsanwaltschaft vorerst keine Ermittlungsergebnisse. Am Wochenende hatten Medien Bilder von Videoaufnahmen publiziert. Die Aufnahmen der Überwachungskameras in dem Hotel würden noch gesichtet und ausgewertet, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig am Montag auf Anfrage.

Mit »Blick auf die hohe mediale Aufmerksamkeit« würden die Ermittlungen »mit Hochdruck geführt«, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Zusammen mit der Polizei wolle sie die strafrechtlichen Vorwürfe und den streitigen Ablauf des Vorfalls »möglichst zeitnah aufklären«. Dabei beachte sie die »Grundsätze der Unschuldsvermutung und des fairen Verfahrens«.

In einem über soziale Medien verbreiteten Video berichtete Ofarim, dass er Anfang Oktober vor der Hotel-Rezeption zunächst in einer Schlange gestanden habe. Andere Gäste seien vorgezogen worden. Später sei er von einem Mitarbeiter des Hauses aufgefordert worden, seine Halskette mit dem Davidstern abzunehmen, um einchecken zu dürfen.

In zahlreichen Reaktionen bekundeten Social-Media-Nutzer ihre Solidarität mit Ofarim, ebenso Vertreter aus Politik und Religionsgemeinschaften.

Das Hotel-Management in Leipzig beurlaubte laut einer Sprecherin zwei Mitarbeiter für die Dauer der Ermittlungen. Sie stellten den Vorfall demnach anders dar als Ofarim. Wie die Staatsanwalt bestätigte, stellten die an dem Vorfall beteiligten Personen wechselseitig Strafanzeigen, zudem lägen »Strafanzeigen unbeteiligter Dritter« vor. Nähere Angaben zur Identität derjenigen, die Anzeigen stellten, machte die Staatsanwaltschaft nicht. kna

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Überwachungsvideos zeigen laut Shemper einen Mann mit Kapuze und Maske, der eine Flüssigkeit aus einem Kanister im Inneren des Gotteshauses verteilt

 12.01.2026

Bayern

Kommunen müssen Antisemitismus-Verdacht alleine prüfen

Wenn der Verdacht des Judenhasses aufkommt, können Bayerns Kommunen jetzt Veranstaltungen in ihren Räumen untersagen. Um Gerichtsverfahren zu vermeiden, hatten sie um Hilfe gebeten - vergeblich, wie sich nun zeigt

 12.01.2026

Argentinien

Antisemitische Verschwörungstheorien nach Waldbränden

Der ehemalige General César Milani beschuldigt »Israelis«, für die Brände verantwortlich zu sein. Präsident Javier Milei spricht in Zusammenhang mit den Verschwörungsmythen von der »dunklen Seite Argentiniens«

 12.01.2026

Washington D.C.

Trump an Antisemiten: »Ich denke, wir mögen sie nicht«

In einem Interview sagt der amerikanische Regierungschef auch: »Ich war der beste Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten für Israel.«

 12.01.2026

Berlin/Jerusalem

Dobrindt: Mehr Kooperation mit Israel für Sicherheit Deutschlands

Der Brandanschlag auf das Stromnetz im Berliner Südwesten zeigt Schwachstellen in Deutschlands Sicherheit. Um besser aufgestellt zu sein, will die Bundesrepublik enger mit Israel zusammenarbeiten

 11.01.2026

Meinung

Wo bleibt Deutschlands Unterstützung für die protestierenden Iraner?

Bisher äußerte sich der Bundeskanzler schmallippig zu den Protesten gegen die Mullahs. Es wird Zeit, dass er aus Europa Druck auf die Mullahs macht

von Saba Farzan  11.01.2026

Kommentar

Ärzte mit Grenzen

Die Waffen schweigen weitgehend in Gaza, der Informationskrieg tobt weiter. Ein besonders niederträchtiges Beispiel liefert »Ärzte ohne Grenzen«

von Wolf J. Reuter  10.01.2026 Aktualisiert

Kommentar

Die Proteste im Iran und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF

Die Mullahs sollen weg, der Schah soll kommen: Dafür hat die Linke gerade keine Erklärung parat - und mit ihr auch nicht die links geprägten Redaktionen des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks

von Christoph Lemmer  10.01.2026

Berlin

»Das Mullah-Regime muss jetzt fallen«

Zentralrat der Juden: Es braucht ein Ende der Zurückhaltung gegenüber Teheran - und ein klares politisches Signal aus Deutschland

 09.01.2026