Antisemitismus

Squash-WM: Malaysia verweigert Israelis die Teilnahme

Israel plant, den Sportgerichtshof in der Schweiz anzurufen, falls das Problem nicht gelöst wird. Foto: imago images/Xinhua

Malaysia hat Israels Team die Teilnahme an der Squash-Weltmeisterschaft der Herren im kommenden Monat verweigert. Das bestätigte der Dachverband, die World Squash Federation (WSF). Das Turnier wurde Anfang des Jahres von Neuseeland nach Malaysia verlegt.

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Die WSF erklärte gegenüber der französischen Nachrichtenagentur AFP, sie sei »darauf aufmerksam gemacht worden, dass die malaysischen Behörden derzeit noch nicht bereit sind, Visa für das israelische Squash-Team auszustellen«. Man sehe sich aber »dem Prinzip offener und inklusiver Weltmeisterschaften verpflichtet« und stehe in Kontakt mit dem malaysischen Squashbund, um eine Lösung zu finden.

»HAKENNASIG« Der israelische Sportverband erklärte, er wolle das CAS, das Schiedsgericht des Sports in der Schweiz, anrufen, falls die WSF nicht in der Lage sei, das Problem zu lösen und die Teilnahme der israelischen Mannschaft zu gewährleisten.

Israelische Staatsbürger dürfen das südostasiatische Land nicht besuchen. Malaysia und Israel unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Der langjährige malaysische Premierminister Mahathir Mohamad machte wiederholt mit antisemitischen Äußerungen von sich reden. Der heute 96-Jährige behauptete vor einigen Jahren, er sei »froh, als Antisemit bezeichnet zu werden« und nannte Juden »hakennasige« Menschen.

Mehrmals bereits hatte die Regierung in Kuala Lumpur sich geweigert, Israels zu internationalen Wettkämpfen ins Land zu lassen. Im Jahr 2019 wurde Malaysia das Recht entzogen, die Weltmeisterschaften im Para-Schwimmen auszurichten, weil es damit gedroht hatte, israelische Sportler auszuschließen.

DISKRIMINIERUNG »Dies ist politische Diskriminierung«, sagte Aviv Bushinsky, Vorsitzender des israelischen Squash-Verbands, am Mittwoch. Als Vorwand für die Weigerung, den israelischen Sportlern Einreisegenehmigungen zu erteilen, seien »Sicherheitsbedenken« unter Verweis auf Israels Konflikt mit den Palästinensern genannt worden, erklärte Bushinsky.

Israelische Sportler haben bei internationalen sportlichen Wettbewerben immer wieder mit Diskriminierung zu kämpfen. Arabische und iranische Sportler verweigern oft aus politischen Gründen Zweikämpfe mit Israelis. ja/dpa

Kairo/Berlin

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