Flüchtlinge

»Sorge vor Israel- und Judenfeindlichkeit«

Josef Schuster, der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, will ein dauerhaftes Bleiberecht für Migranten in Deutschland an ein aktives Bekenntnis zu den Werten des Grundgesetzes koppeln.

Was jemand denke, sei zwar zunächst einmal Privatsache, sagte Schuster dem Berliner »Tagesspiegel am Sonntag«. »Wenn aber aus dem Denken ein Handeln erwächst, das gegenüber anderen Gruppierungen zu Schaden führt, auch zu Gefahr für Leib und Leben, dann muss man sich fragen, welche Migranten wir in Deutschland dauerhaft akzeptieren können und welche nicht«, fügte er hinzu. Wer bleiben wolle, müsse sich zu den Werten der Gesellschaft bekennen.

fragebogen Es reiche nicht, »irgendeinen Fragebogen auszufüllen und eine Integrationsvereinbarung zu unterschreiben«, ergänzte der Zentralratspräsident. Die Stimmung in den jüdischen Gemeinden in Deutschland sei in der Flüchtlingsfrage ambivalent: »Einerseits kann keiner besser nachfühlen als Juden, was es bedeutet, verfolgt zu werden und seine Heimat verlassen zu müssen. Auf der anderen Seite steht die Sorge, welches Gedankengut eventuell durch Flüchtlinge nach Deutschland importiert wird, besonders die Israel- und Judenfeindlichkeit.«

Zwar fürchte er nicht unmittelbar eine Zunahme antisemitischer Straftaten in Deutschland. »Aber wenn wir daran denken, was wir im Zusammenhang mit dem Gaza-Konflikt im Spätsommer 2014 erlebt haben, dann möchte ich mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn solche Demonstrationen heute durch deutsche Städte führen.« epd

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 25.10.2026

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Platzwunde und Hämatome im Gesicht: Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026