Kundgebung

Solidarität mit Juden in Leipzig

Das Neue Rathaus in Leipzig (März 2021) Foto: imago images/foto-leipzig.de

Kirchen, Stadtverwaltung und Religionsgemeinschaften in Leipzig rufen für diesen Freitag zu einer Kundgebung in Solidarität mit den Juden der Stadt auf. Sie wird vor dem Neuen Rathaus abgehalten und steht unter dem Motto »Schalom – Solidarität mit Jüdinnen und Juden in Leipzig«, wie die Veranstalter am Donnerstag in Leipzig ankündigten.

REDNERLISTE Als Redner werden Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und der Vorsitzende der Israelitischen Religionsgemeinde zu Leipzig, Küf Kaufmann, erwartet. Auch der Imam der muslimischen Gemeinschaft Ahmadiyya-Muslim-Jamaat, Umer Malik, die stellvertretende Superintendentin des evangelischen Kirchenbezirks Leipzig, Dorothea Arndt, und die Verlegerin Nora Pester werden sprechen.

»Wir sind froh und dankbar, dass sich in unserer Stadt nach dem Verbrechen des Holocaust in der Zeit des Nationalsozialismus und seit der Friedlichen Revolution 1989 jüdisches Leben neu entwickelt hat«, erklärten die Veranstalter.

»Wir bejahen die religiöse Vielfalt in der Stadtgesellschaft. Umso erschrockener sind wir darüber, dass mitten unter uns immer wieder Judenhass ausbricht«, hieß es mit Blick auf teilweise antisemitische Demonstrationen in deutschen Städten. »Lasst uns eintreten für Toleranz, Gewaltfreiheit und Menschenrechte«, erklärte das Bündnis. epd

Berlin

Parteien in der Hauptstadt bereiten sich auf drittes Vorgespräch vor

Nach der Abgeordnetenhauswahl setzen Linke, Grüne und SPD auf ein drittes Vorgespräch. Details bleiben geheim – und keiner weiß, wo das Ganze hinführt

 05.10.2026

Berlin

Israelis selbst schuld an Empathielosigkeit? SPD-Politiker in der Kritik

Der Sozialdemokrat Lars Castellucci machte am Samstag mit einem X-Post zum versuchten Anschlag auf ein Flugzeug mit israelischen Passagieren von sich reden. Viele sehen darin eine Täter-Opfer-Umkehrung

 05.10.2026

Kommentar

Die Linke sollte nicht den Berliner Bürgermeister stellen

Die Partei sollte sich erst einmal in der Opposition regenerieren und gegen Rassismus einsetzen

von Herbert Rubinstein  05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Sacramento

Kalifornien führt »jüdisch« als ethnische Kategorie ein

Gouverneur Gavin Newsom unterschrieb mehrere Gesetze, die für Juden in dem Bundesstaat relevant sind

 02.10.2026

Essay

Die Demokratie gegen ihre Abschaffung verteidigen

Warum die AfD als Partei verboten werden müsste – und weshalb das eben nicht undemokratisch ist

von Stephan Lehnstaedt  02.10.2026