Düsseldorf

»Wir werden den Kampf gegen Antisemitismus verstärken«

An der Sitzung des Landtags nahmen unter anderem auch Leah Floh vom Landesverband der jüdischen Gemeinden von Nordrhein, und Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogengemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, teil. Foto: Schälte / Landtag NRW

In einer Aktuellen Stunde haben die Abgeordneten des Landtags von Nordrhein-Westfalen heute die antisemitischen Demonstrationen und Übergriffe verurteilt, die es nach Beginn der Kämpfe zwischen Israel und den Terrororganisationen im Gazastreifen gegeben hat.

Einen entsprechenden Antrag hatten die Fraktionen von CDU, SPD, FDP und Grünen unter der Überschrift »Wir schützen jüdisches Leben und stehen solidarisch an der Seite von Jüdinnen und Juden« eingebracht.

In der Debatte bekräftigte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), dass das Existenzrecht Israels und seine Sicherheit Teil der deutschen Staatsräson ist. Er forderte unter anderem, die Fahne der islamistischen Hamas zu verbieten. Es sei eine Rechtsänderung erforderlich. »Deshalb muss auch diese Fahne, die für Terrorismus steht, verboten werden. Sie darf nicht auf deutschen Straßen gezeigt werden.«

Laschet betonte, die Sicherheit von Jüdinnen und Juden in NRW mit allen dem Rechtsstaat zur Verfügung stehenden Mitteln zu schützen. Er sagte: »Wir werden den Kampf gegen den Antisemitismus verstärken müssen.« Er kündigte an, dass Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag mit den jüdischen Gemeinden über die aktuelle Lage sprechen werde.

Landtagspräsident André Kuper hatte zur Sitzung Vertreterinnen und Vertreter jüdischer Organisationen begrüßt, darunter Leah Floh vom Landesverband der jüdischen Gemeinden von Nordrhein, und Abraham Lehrer, Vorstand der Synagogengemeinde Köln und Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. ddk

Studie

Solidarität mit Israel nur zeitweise in deutschen Medien

Das Berliner Tikvah Instituts bescheinigt den deutschen Medien eine einseitige Nahost-Berichterstattung. Israel wird demnach häufig als alleiniger Aggressor des Nahost-Konflikts dargestellt

von Elisa Makowski  22.03.2026

Krieg gegen Iran

Sechs tote bei Helikopterabsturz in Katar

Die Streitkräfte in Katar bemühen sich, den Golfstaat trotz täglicher iranischer Angriffe zu beschützen. Jetzt stürzt ein Hubschrauber ab. Anzeichen für einen Abschuss gibt es zunächst nicht.

 22.03.2026

Nahost

Führen die USA und Israel noch denselben Kampf?

Donald Trump und Benjamin Netanjahu sind gemeinsam in den Krieg gegen den Iran gezogen. Doch was die Regierungen kommunizieren, ist teilweise sehr unterschiedlich

von Sara Lemel, Cindy Riechau, Anna Ringle  22.03.2026

Krieg

Trump setzt Iran Ultimatum

Sollte das Regime nicht innerhalb von 48 Stunden die Blockade der Straße von Hormus aufgeben, würden die USA Irans Kraftwerke angreifen

 22.03.2026

Nach Antizionismus-Beschluss

Linken-Spitze will gegen Antisemitismus vorgehen

Die Linke kommt wegen interner Debatten über Antisemitismus nicht zur Ruhe. Nun reagiert die Parteiführung mit einem Antrag

 21.03.2026

Nahost

Israels Armee-Chef Zamir: Irans Raketen könnten Berlin treffen

Israels Militärchef warnt: Nach dem iranischen Angriff auf Diego Garcia sieht er auch europäische Hauptstädte wie Berlin im Radius iranischer Raketen. Der Krieg habe etwa die Halbzeit erreicht

 21.03.2026

Teheran

Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar

Der neue »Oberste Führer« des Iran zeigt sich weiter nicht in der Öffentlichkeit. Eine verlesene Botschaft ersetzt seine Neujahrsrede

 20.03.2026

Bern

Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Wegen ihres strikten Neutralitätsprinzips liefert die Schweiz vorerst keine Waffen mehr an die USA, weil diese am Krieg gegen den Iran beteiligt sind

 20.03.2026

Berlin

DIG kritisiert Deutschlands Rückzug im Verfahren zum angeblichen Genozid gegen Israel

»Deutschland opfert Israel seinen Ambitionen auf einen Sitz im Weltsicherheitsrat«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Und nennt es »schändlich«

 20.03.2026