Berlin

Sinti- und Roma-Mahnmal soll untertunnelt werden

Das Mahnmal in Berlin für Sinti und Roma in Europa, die von den Nazis ermordet wurden Foto: imago images/Jürgen Ritter

Im Streit über Baumaßnahmen der Deutschen Bahn am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma hat es offenbar eine Einigung gegeben. Demnach wird die Bahn das Denkmal zwischen Reichstagsgebäude und Brandenburger Tor für die Trassenführung der geplanten S-Bahn-Linie 21 untertunneln, wie der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma am Dienstag in Heidelberg mitteilte.

OBERFLÄCHE Die Oberfläche des Denkmalsgeländes werde so vollständig geschützt. Eine offene Baugrube werde es nur vor und hinter dem Denkmalsgelände geben. Einzig der Versorgungstunnel, der unter das Schwarze Becken führt, müsse zu einem Teil neu gebaut werden. Diese Bauarbeiten würden nur etwa vier Monate dauern.

Die neue Variante sei eine gute Grundlage für die weiteren Gespräche, erklärte der Zentralratsvorsitzende Romani Rose. »Berlin braucht die S21 und ich bin sehr froh, dass die Deutsche Bahn mit der jetzt vorgelegten Variante eine Perspektive aufgezeigt hat, die gleichermaßen den maximalen Schutz des Denkmals mit einer realisierbaren Trassenführung verbindet«, sagte Rose.

KRITIK Die ursprünglichen Pläne der Bahn waren auf heftige Kritik nicht nur des Zentralrates gestoßen. Sie hätten das Mahnmal über Jahre in Mitleidenschaft gezogen.

Der israelische Künstler Dani Karavan als Architekt des Mahnmal drohte deshalb mit einer Besetzung des Areals. Das Mahnmal besteht aus einem kreisrunden See auf einer Granitplatte. epd

Debatte

Berliner CDU bietet Sondierungen an: Grüne und SPD lehnen ab

Die Hintergründe

 03.11.2026

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 03.11.2026

Nahost

Trump will Milliardenhilfen an Israel einstellen

Seit Jahren unterstützen die USA Israel mit Milliarden an Dollar Militärhilfe. Das soll sich nach Worten von US-Präsident Trump ändern. Die Idee soll dabei nicht von ihm gekommen sein

 03.11.2026

Sachsen

Chemnitz und Zwickau gedenken der Opfer des NSU

Der »Nationalsozialistische Untergrund« ermordete zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremistischen Motiven. Die Terrorzelle lebte in Chemnitz und Zwickau im Untergrund. 2011 flog sie auf

 03.11.2026

Frankfurt

Jüdische Akademie soll »Haus der Zukunft« sein

In der ersten Diskussionsrunde der neuen Jüdischen Akademie in Frankfurt stieß ein Wunsch angesichts von Antisemitismus und innerjüdischer Differenzen auf große Zustimmung: Die Akademie soll ein »Haus der Zukunft« sein

 03.11.2026

Meinung

Junge Jüdinnen und Juden stehen vor einem Dilemma

Wir sind genauso von den steigenden Preisen, der Wehrplichtdebatte und der Klimakrise betroffen, wie die Demonstranten vom Wochenende. Aber wir können und werden uns nicht mit Leuten gemein machen, die den Hass auf uns und auf Israel schüren

von Tim Kurockin  03.11.2026

Serbien

Botschafts-Attentäter plante auch Anschlag auf Jüdisches Museum in München

Dario N. wurde Ende Oktober bei einem Angriff auf die israelische Botschaft in Belgrad erschossen. Nur drei Monate zuvor war er aus Deutschland abgeschoben worden

 03.11.2026

Iran

Mullah-Regime richtet zwei Demonstranten hin

Die Männer hatten Anfang des Jahres an den blutig niedergeschlagenen Protesten teilgenommen

 03.11.2026

Midterm-Wahlen

Wird US-Präsident Trump zur lahmen Ente?

Für Donald Trump wird es eine Schicksalswahl: Heute wählt Amerika einen neuen Kongress. Sollten die Demokraten gewinnen, könnte Trump nur noch per Dekret regieren

 03.11.2026