Berlin

»Sinnbild für die Eskalation rechtsextremer Gewalt«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat die Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen, als im August 1992 Asylbewerber von Randalierern tagelang attackiert wurden, als »Sinnbild für die Eskalation rechtsextremer Gewalt« bezeichnet.

Rechtspopulismus
In einem Gastkommentar in der am Donnerstag erscheinenden Ausgabe der »Jüdischen Allgemeinen« stellt Schuster die Frage, ob 25 Jahre später etwas aus den Ereignissen gelernt wurde: »Wenn wir uns die zahlreichen Übergriffe auf Flüchtlinge in den vergangenen drei Jahren und das Erstarken von Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ansehen, müssen wir dies fast verneinen.«

Noch immer grassierten Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, so Schuster weiter. Noch immer sei der gesellschaftliche Zusammenhalt nicht für jeden selbstverständlich. Daran müsse gemeinsam gearbeitet werden. Grund zur Hoffnung gebe das Engagement vieler Bürger und Vereine. Es sollte noch mehr gefördert werden, betont der Zentralratspräsident. »Bei der Bekämpfung von Hass zu sparen, ist zugleich eine ungewollte Investition in Demagogie und Populismus.«

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026