Berlin

Senat will Beratungsstelle gegen Judenhass in der Kultur

Foto: picture alliance/dpa

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur hat die Schaffung einer Beratungsstelle gegen Antisemitismus für den Kulturbetrieb angeregt und will diese unterstützen. Gut ein halbes Jahr nach dem gescheiterten Versuch, eine Antisemitismusklausel dauerhaft einzuführen, will der Senat den auch im Kulturbereich grassierenden Judenhass anderweitig bekämpfen.

»Nicht erst seit dem Angriff der Hamas auf Israel und dem anschließenden Gaza-Krieg erleben wir in Berlin einen deutlichen Anstieg antisemitischer Vorfälle, von denen unter anderem auch der Berliner Kulturbetrieb betroffen ist«, erklärte das Büro von Kultursenator Joe Chialo (CDU).

Daher wünscht sich seine Senatsverwaltung eine Beratungsstelle, »die sich neben bestehenden Angeboten im Bereich der Beratung gegen Antisemitismus speziell an Kulturinstitutionen und Kulturtätige richtet und diesen eine niedrigschwellige und kostenfreie Unterstützung anbietet.«

Lesen Sie auch

Für dieses und nächstes Jahr stünden Haushaltsmittel für entsprechende Projekte gegen Antisemitismus und zur Förderung des interreligiösen Dialogs zur Verfügung, hieß es. Auch in den darauffolgenden Jahren will die Senatsverwaltung für Kultur die Förderung einer solchen Stelle sicherstellen – vorbehaltlich der Bewilligung entsprechender Fördermittel durch das Berliner Abgeordnetenhaus.

Ein »geeigneter Träger« wird nun gesucht. Einsendeschluss für Bewerber ist der 7. September 2024. Eine pdf-Datei mit Details stellt die Senatsverwaltung für Kultur hier zur Verfügung. im

Meinung

Liebe Politiker, habt ihr nur warme Worte im Angebot?

Das CDU-Präsidium hat einen Beschluss zum Schutz jüdischen Lebens gefasst. Er ist gut gemeint, aber nicht wirklich überzeugend

von Michael Thaidigsmann  06.05.2026

Teheran

Iran prüft US-Vorschlag

In den Streitigkeiten um die Straße von Hormus und die fragile Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gehen diplomatische Bemühungen weiter. Jetzt meldet sich Irans Außenamtssprecher

 06.05.2026

Berlin

Berliner Holocaust-Mahnmal beschmiert

Wieder ist ein antisemitischer Schriftzug in Berlin aufgetaucht. Dieses Mal traf es das Holocaust-Mahnmal

 06.05.2026

Analyse

»Kill all Jews« - Neue und alte Bedrohungen für Juden - Terrorexperte erwartet härtere Anschläge

Fast täglich konnte man zuletzt Nachrichten über Attacken und Hass gegen Juden in Europa lesen - nicht nur, aber auch im Zusammenhang mit Gruppen, die in Verbindung zum Iran stehen. Was das mit Betroffenen macht

von Leticia Witte und Christoph Schmidt  06.05.2026

München

Bayern: Zahl antisemitischer Vorfälle bleibt auf Rekordhoch

»Antisemitische Ausdrucksformen wurden enthemmter, bedrohlicher und direkter«, sagt Annette Seidel-Arpacı, die Leiterin von RIAS Bayern

 06.05.2026

Washington/Teheran

Bericht: USA und Iran nähern sich Vereinbarung zur Beendigung des Krieges

Kern der laufenden Gespräche ist ein auf einer einzigen Seite untergebrachtes, knappes Memorandum, das auf wenigen Punkten basieren soll

 06.05.2026

Berlin

Hubig besorgt über Zulauf zu militanten Rechtsextremisten

In mehreren Bundesländern laufen Durchsuchungen gegen Rechtsextremisten. Was die Bundesjustizministerin dazu sagt

 06.05.2026

New York

USA unterstützen UN-Resolution zu möglichen Iran-Sanktionen

Dem Regime in Teheran werden in einem von den USA unterstützten Entwurf »wirksame Maßnahmen entsprechend der Schwere der Lage, einschließlich Sanktionen« angedroht

 06.05.2026

Washington D.C.

Trump stoppt Marineeinsatz in der Straße von Hormus

Der Präsident begründet dies mit angeblichen Fortschritten in Gesprächen mit Teheran über ein Abkommen. Außenminister Rubio hatte zuvor dagegen erklärt, das »Project Freedom« stelle nun den Schwerpunkt dar

 06.05.2026