Stuttgart

Schüler, Eltern und Lehrer empört über AfD-Stand bei Bildungsmesse

Die Messe Didacta ist Europas größte Bildungsmesse, Foto: picture alliance / imageBROKER

Der Protest gegen den geplanten Stand der AfD bei der am Dienstag beginnenden Bildungsmesse didacta in Stuttgart wächst. In einem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben fordert ein Bündnis von Schüler-, Eltern- und Lehrerverbänden, dass Europas größte Bildungsmesse »kein Forum für demokratiefeindliche Parteien bieten« dürfe. Die AfD gehöre nicht auf die didacta, da sie in Teilen eine rechtsextremistische Partei sei. Es wäre ein fataler Fehler, wenn sich die AfD auf der didacta als Aussteller präsentieren dürfte.

Neben den Bildungsgewerkschaften GEW und VBE - die sich bereits am Montag entsprechend geäußert hatten - gehören dem Bündnis der Bundeselternrat, die Bundesschülerkonferenz, Teachers for Future, der Grundschulverband, das NRW-Bündnis »Eine Schule für alle«, der »Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens« sowie Greenpeace an.

»Kurz vor den Neuwahlen einer Partei, die ständig unsere Demokratie gefährdet, einen Raum zu geben, bedeutet, deren Ideologien zu legitimieren - dies darf auf keinen Fall unterstützt werden«, heißt es in dem Aufruf.

»Politische Institutionen« als Aussteller

Der didacta-Verband und die Messe Stuttgart haben bereits die Auffassung geäußert, dass sie den AfD-Stand nicht verbieten könnten. Die Messe Stuttgart erklärte, die einschlägigen Zulassungskriterien der didacta sähen auch »politische Institutionen« als potenzielle Aussteller vor. »Politische Parteien unterfallen als solche dieser Zulassungsbestimmung«, hieß es.

Die diesjährige didacta findet vom 11. bis 15. Februar in der Messe Stuttgart statt und bietet mit mehr als 700 Ausstellern auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern rund 1.500 Veranstaltungen.

»Notwendigkeit der Auseinandersetzung«

Parteien seien »mit kleinen Ständen« innerhalb der Ausstellung präsent. Die Messe sei verpflichtet, die geltenden Zulassungskriterien »neutral zu beachten und umzusetzen«. Die Parteien hätten grundsätzlich die Möglichkeit, sich auf der didacta zu präsentieren.

Der didacta-Verband betonte: »Der Umstand, dass sich in diesem Jahr erstmalig Parteien für unsere Messe als Aussteller angemeldet haben - dies lässt sich aufgrund der bestehenden Zulassungsbedingungen rechtlich nicht ausschließen -, macht die Notwendigkeit der Auseinandersetzung über Demokratiebildung umso deutlicher.« kna

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026

Teheran

Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Die iranische Justiz hat in den vergangenen Wochen viele Männer exekutieren lassen. Nun wird wieder ein Todesurteil vollstreckt

 13.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  13.05.2026

New York

Jüdische Gruppen planen Demonstration gegen »New York Times«

Die Organisatoren sprechen von »antizionistischen Verleumdungen«, für die das Blatt verantwortlich sei

 13.05.2026

Washington D.C./New York

Bericht: Iran hat weiterhin erhebliche Raketenkapazitäten

Neue Einschätzungen der US-Geheimdienste zeichnen ein deutlich anderes Bild der militärischen Lage Irans, als es die US-Regierung öffentlich vermittelt

 13.05.2026

Harrisburg

US-Richter verlässt Demokratische Partei wegen Judenhass

David Wecht warnt zudem vor einer zunehmenden Verharmlosung antisemitischer Tendenzen im gesamten linken Spektrum

 13.05.2026

Wien

Jüdische Hochschüler können ESC nicht öffentlich übertragen

Die Studentenorganisation JöH warnt vor einer angespannten Sicherheitslage für Jüdinnen und Juden und plant eine Protest- und Solidaritätsveranstaltung

 13.05.2026

Washington D.C.

Trump droht Iran mit vollständiger Niederlage

Die Vereinigten Staaten würden den Konflikt »friedlich oder eben auf andere Weise« gewinnen, sagt der amerikanische Präsident vor seiner Abreise nach China

 13.05.2026

Barcelona

Flick distanziert sich von Yamals Palästina-Flaggen-Aktion

Jungstar Yamal sorgt meistens auf dem Platz für Aufsehen. Bei der Meisterparty des FC Barcelona setzt er nun auch abseits des Rasens ein Zeichen - ein politisches, das aber nicht allen gefällt

 13.05.2026