Berlin

Scholz bietet Trump verlässliche Partnerschaft an

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) gibt ein Pressestatement zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA ab. Foto: picture alliance/dpa

Bundeskanzler Olaf Scholz bietet dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump eine Fortsetzung der verlässlichen Partnerschaft zwischen Deutschland und den USA an, mahnt aber auch eine engere europäische Zusammenarbeit an. »Gemeinsam können wir viel mehr durchsetzen als gegeneinander«, sagte er in Berlin in einer ersten Reaktion auf den Wahlsieg Trumps.

Das Angebot einer verlässlichen Zusammenarbeit gelte auch »mit Blick auf die Bedrohung, die Russland nach Auffassung aller Nato-Alliierten für die Sicherheit im europäischen Raum darstellt«. Die USA und Deutschland sind die wichtigsten Waffenlieferanten der Ukraine. Es gibt Befürchtungen, dass Trump die Hilfe einstellen könnte.

Scholz machte aber auch klar, dass er sich auf Veränderungen im Verhältnis zu den USA einstellt. »Sicher wird vieles unter einer von Donald Trump geführten Regierung anders. Das hat Donald Trump auch immer öffentlich klargemacht«, sagte er.

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Engere Kooperation in Europa

»Für uns ist deshalb umso wichtiger, dass wir weiter unsere Gesprächskanäle nach Washington nutzen, dass wir schnell Arbeitsbeziehungen mit der künftigen US-Regierung aufbauen und unsere Standpunkte ansprechen«, so Scholz.

Als Reaktion auf die neue Situation forderte Scholz eine engere Kooperation innerhalb Europas. »Die Europäische Union muss eng zusammenstehen und geschlossen handeln«, sagte er. Darauf wolle er Kanzler hinarbeiten und habe sich schon mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron abgestimmt.

Scholz richtete als Konsequenz aus der Situation in den USA aber auch einen Appell an die Menschen in Deutschland. »Wir haben gesehen, wie sehr die Amerikanerinnen und Amerikaner zwischen den beiden großen politischen Lagern gespalten sind, auch wie sehr das auch Familien, Freunde, Kolleginnen und Kollegen, ja ein ganzes Land zerreißen kann«, sagte er. »Ich wünsche mir, dass wir in Deutschland zusammenbleiben. Wir mögen unterschiedliche politische und gesellschaftliche Auffassung haben, aber wir leben in einem Land.« dpa

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