Einspruch!

Schönheit durch Haltung

Bravo, Scarlett Johansson! Die schöne Hollywoodschauspielerin ist gerade eben noch ein bisschen attraktiver geworden. Nein, nicht des Werbefilms wegen, der am vergangenen Sonntag während des Superbowl, des Finales der amerikanischen Profi-Footballliga NFL, ausgestrahlt wurde: Scarlett Johansson mimte dort eine Dame in einem weißen Kittel und räsonierte über die Vorzüge frischer Limonade, wenn man sie mit Hilfe von Produkten der israelischen Firma SodaStream zubereitet.

Dann stutzte Johansson kurz, überlegte, wie sich diese Botschaft wohl in den Weiten des Internets verbreiten ließe – und streifte ihren weißen Kittel ab, unter dem sie ein wenig verhüllendes Kleid trug. In der letzten Einstellung sahen wir sie mit schmachtendem Blick und vollen sinnlichen Lippen an einem Strohhalm saugen. Das war nett anzuschauen, ist aber nicht der Grund, warum Scarlett Johansson derzeit die schönste aller Schauspielerinnen genannt werden muss.

Oxfam Ihre Attraktivität kommt vielmehr durch die aufrechte Haltung zustande, die sie im Konflikt mit der britischen Hilfsorganisation Oxfam einnimmt. Scarlett Johansson hatte als internationale Botschafterin für die Organisation, die Menschen in armen Ländern bessere Existenzgrundlagen verschaffen möchte, gearbeitet – und Oxfam war nun erbost, dass sie in jenem Werbespot auftrat.

Denn die Firma SodaStream produziert in Maale Adumim, das de facto zwar ein Vorort von Jerusalem ist, de jure aber jenseits der grünen Grenze im Westjordanland liegt. Es hatte Scarlett Johansson nichts genützt, als sie darauf hinwies, dass SodaStream sowohl israelische als auch palästinensische Arbeiter beschäftigt: Oxfam war hart geblieben. Jetzt hat Scarlett Johansson die Konsequenz gezogen, sie ist von ihrem Posten als Botschafterin von Oxfam zurückgetreten. Sie will sich nicht mit Anti-Israelismus gemein machen. Ganz gewiss wird dies Scarlett Johansson ein paar Freundschaften auf der extremen Linken kosten. Na und? Sie ist die Schönste von allen.

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026

New York

Berichte: Iran legt Sieben-Tage-Plan zur Beendigung des Kriegs vor

Die USA und der Iran verhandeln mit Hilfe von Vermittlern über die Zukunft der Straße von Hormus. Nun will die iranische Seite einen Vorschlag ins Spiel gebracht haben

 25.09.2026

Berlin

Linke entscheidet auf Parteitag über Sondierungen

Die Partei will mit Grünen und SPD über eine mögliche Koalition sprechen. Die jüngsten Antisemitismus-Skandale der Wahlgewinner könnten die Gespräche ausbremsen

 25.09.2026

Dokumentation

»Völkermord: Die größte Lüge des Jahrhunderts«

Die Rede von Israels Premier Benjamin Netanjahus vor der UNO-Vollversammlung im Wortlaut

 25.09.2026

Reaktion

»Juden können sich in Berlin nicht mehr sicher fühlen, wenn Elif Eralp gewählt wird«

Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt SPD und Grüne vor Regierung mit Linken

 24.09.2026

Berlin

Özdemir: »An die Linke muss derselbe Maßstab angelegt werden wie an die AfD«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Bündnis90/Die Grünen) hat seine Partei vor einer Regierungskoalition in Berlin mit der Linkspartei gewarnt. Als Grund nannte er antisemitische Tendenzen

 24.09.2026

Debatte

Hamburgs zweite Bürgermeisterin warnt vor Linken in Berlin

Katharina Fegebank (Grüne): »Eine Regierung, die abhängig ist von Antisemiten und Terrorunterstützern darf es in Deutschland niemals geben«

 24.09.2026

Berlin

»Diese Flut an Anschuldigungen zielt darauf ab, andere Meinungen zu unterdrücken und das internationale Völkerrecht auszuhöhlen«

Jüdische Aktivisten kritisieren den Umgang mit der von zahlreichen Antisemitismusvorfällen geprägten Linkspartei

 24.09.2026

Gedenkstunde

In Auschwitz geboren: Holocaust-Überlebende spricht im Bundestag

Angela Orosz-Richt wurde 1944 im NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau geboren. Im Januar wird sie in der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag sprechen

 24.09.2026