Berlin

Schläger von Lahav Shapira ficht Urteil an

Der Angeklagte steht mit seinem Rechtsanwalt Ehssan Khazaeli (l) beim Prozess wegen einer Attacke auf den jüdischen Studenten Lahav Shapira im Kriminalgericht Moabit. Foto: picture alliance/dpa

Der Anwalt des Angreifers des jüdischen Studenten Lahav Shapira hat gegen das Gerichtsurteil vom 17. März Rechtsmittel eingelegt. Diese seien fristgemäß eingegangen und noch unbestimmt, sagte die Sprecherin der Berliner Strafgerichte, Lisa Jani, am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Unbestimmt bedeute, dass sich die Verteidigung noch nicht auf Revision oder Berufung festgelegt hat. Zuerst hatte »Welt«-Online darüber berichtet.

Lesen Sie auch

Der 24-jährige Mustafa El-H. A. war vor knapp zwei Wochen vom Amtsgericht Tiergarten zu drei Jahren Haft wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt worden. Er hatte den 32-jährigen Shapira im Februar 2024 nach einem Wortgefecht vor einer Bar in Berlin-Mitte ins Gesicht geschlagen und getreten. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er aus antisemitischen Gründen handelte. Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und vier Monate Haft gefordert, Verteidiger Ehssan Khazaeli eine Bewährungsstrafe.

Welches Rechtsmittel eingelegt wird, müsse erst nach Zustellung des schriftlichen Urteils angegeben werden, erklärte Jani. Bei einer Berufung würde ein zweiter Tatsachenprozess erfolgen, bei dem auch Zeugen erneut verhört werden. Im Falle einer Revision wird das erste Urteil lediglich auf Rechtsfehler überprüft. El-H. A. hatte die Tat gestanden, das antisemitische Motiv aber bestritten. epd

Internationaler Strafgerichtshof

Chefankläger abgesetzt: Khans Schiffbruch

Der Chef der Anklagebehörde am Internationalen Strafgerichtshof ist von den Vertragstaaten abgesetzt worden. Gegen ihn stehen schwere Vorwürfe im Raum. Der Rufschaden für das Haager Gericht ist groß

von Michael Thaidigsmann  26.07.2026

Berlin

Ein Toter und 14 Verletzte: Auto fährt auf CSD-Kundgebung in Menschenmenge

Hunderttausende feiern stundenlang friedlich beim CSD in Berlin. Am Abend ist es damit abrupt vorbei. Laut Polizei ist ein Auto in die Menge gefahren. Es gibt mindestens einen Toten.

 26.07.2026

Bayern

»Es ist Zeit, den Hass zu beenden«

Eine Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigte Solidarität mit dem Opfer des israelfeindlichen Verbrechens in der Region Würzburg

von Stefan W. Römmelt  25.07.2026

Meinung

Wo ist der Geist von Sarajevo?

Auch in Deutschland rufen Vertreter der bosnischen Diaspora zunehmend nach harten Sanktionen gegen Israel und scheuen den Dialog mit den jüdischen Gemeinden hier. Das war schon einmal anders

von Marc Simon  24.07.2026

NRW

Davidstern von Pride Parade verbannt

Der 28-jährige Student Sören Habet sagt, weder die Polizei noch die Veranstalter hätten ihn mit einer Davidstern-Regenbogen-Fahne teilnehmen lassen

 24.07.2026

Umfrage

AfD liegt in Berlin erstmals vorn

Nur acht Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus wird erneut ein Stimmungswechsel registriert

von Imanuel Marcus  24.07.2026

Washington D.C.

USA knüpfen Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Annäherung an Israel

So reagiert Präsident Donald Trump auf Kritik, Washington habe mit dem Vertrag Druckmittel gegenüber Riad aufgegeben

 24.07.2026

Neue Angriffe

Trump kündigt »militärische Bestrafung« Teherans an

Nach Medienberichten bereiten die USA zugleich eine Ausweitung ihrer Militärpräsenz in der Region vor

 24.07.2026

Diplomatie

Nauru eröffnet Botschaft in Jerusalem

Damit ist der Inselstaat das zehnte Land, das seine diplomatische Vertretung in Israels Hauptstadt ansiedelt. Auch Kolumbien will eine Botschaft in Jerusalem eröffnen

 24.07.2026