Dresden

Sachsen bekommt Meldestelle für Antisemitismus

Foto: dpa

In Sachsen wird eine Melde- und Beratungsstelle für antisemitische Vorfälle eingerichtet. Das hat das Landeskabinett am Dienstag beschlossen, wie Sachsens Kultusministerium am Mittwoch in Dresden mitteilte.

Ausschlaggebend seien unter anderem die gleichbleibend hohe Zahl polizeilich erfasster Fälle, eine hohe Dunkelziffer antisemitischer Straftaten und ein hohes öffentliches Interesse gewesen.

beauftragter Außerdem hat das Kabinett den Angaben nach den ehrenamtlichen Beauftragten für jüdisches Leben in Sachsen, Thomas Feist, erneut ins Amt berufen. Der CDU-Politiker ist seit März 2019 im Amt, seine erste Amtszeit wäre zum Jahresende ausgelaufen. Nun soll er die im Kultusministerium angedockte Position für die gesamte Legislaturperiode bekleiden, die am 31. Dezember 2024 endet.

Außerdem hat das Kabinett den ehrenamtlichen Beauftragten für jüdisches Leben in Sachsen, Thomas Feist, erneut ins Amt berufen.

»Ich freue mich sehr, dass wir Dr. Thomas Feist für dieses wichtige Ehrenamt erneut gewinnen konnten«, sagte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Feist setze sich seit vielen Jahren für Begegnungen mit Juden und dem Judentum sowie gegen Antisemitismus ein. Feist, Jahrgang 1965, studierte Musikwissenschaft, Soziologie und evangelische Theologie und ist seit 2007 Mitglied der CDU. Von 2009 bis 2017 war er Abgeordneter im Bundestag, von 2010 bis 2017 Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Leipzig.

Der Beauftragte für jüdisches Leben fungiert als Ansprechpartner für jüdische Bürger und Gemeinden im Freistaat. Er berät die Regierung in Fragen der Förderung jüdischen Lebens, der Erinnerungskultur und der Pflege historischen Erbes und kümmert sich um Antisemitismusbekämpfung und Prävention. epd

Berlin

Zentralrat würdigt Rita Süssmuth

Die frühere Bundestagspräsidentin habe sich als Bundestagspräsidentin nachdrücklich für eine lebendige Erinnerungskultur eingesetzt, so der Präsident des Zentralrates der Juden

 02.02.2026

Meinung

Teilzeit ist kein »Lifestyle«

Der Wirtschaftsflügel der CDU und Bundeskanzler Merz wollen, dass die Deutschen mehr arbeiten. Sie missachten damit die vielfältigen Lebenswirklichkeiten der Menschen

von Günter Jek  02.02.2026

Washington D.C.

USA und Iran: Gespräche in Ankara in Vorbereitung

Offenbar arbeiten mehrere Vermittler daran, noch in dieser Woche ein Treffen zu organisieren

 02.02.2026

USA

Trumps Ex-Grenzschutzchef soll »antisemitische Tirade« gehalten haben

Gregory Bovino soll wütend geworden sein, als ein orthodoxer Staatsanwalt wegen des Schabbats nicht an einer Telefonkonferenz teilnahm

 02.02.2026

Johann Wadephul

»Wir lassen uns in unserer Haltung nicht einschüchtern«

Das iranische Regime hat die Bundeswehr als Terrororganisation eingestuft. Der Außenminister bezeichnete den Schritt als »propagandistisch« und hofft auf schnelle Schritte gegen die Revolutionsgarden

 01.02.2026

Naher Osten

Iran betrachtet Bundeswehr als Terrororganisation

Nach langer Debatte stufte die EU Irans Revolutionsgarden kürzlich als Terrororganisation ein. Nun kommt eine Reaktion aus Teheran

 01.02.2026

Straße von Hormus

US-Militär warnt Revolutionsgarden vor Provokationen bei Manöver

Ab Sonntag will die iranische Elite-Einheit eine Übung in der strategisch wichtigen Meerenge abhalten

 31.01.2026

Sicherheit

Deutschland und Israel trainieren erstmals gemeinsam gegen Cyberangriffe

Deutschland und Israel proben gemeinsam die Abwehr schwerer Cyberangriffe. Denn Israel hat Erfahrungen, von denen Deutschland profitieren möchte

 31.01.2026

Nordrhein-Westfalen

Statt Auktion: 428 Holocaust-Dokumente an Auschwitz-Stiftung übergeben

Nach internationalen Protesten übergibt der Landtag in Nordrhein-Westfalen 428 Holocaust-Dokumente an die Stiftung Auschwitz-Birkenau. Darunter sind Lagerpostkarten, Täterbriefe und Lagergeld

 31.01.2026