Düsseldorf

Rosenmontagszug nach Protest der Jüdischen Gemeinde verschoben

Karneval in Düsseldorf (Archiv) Foto: imago

Die Düsseldorfer Jecken verschieben den Rosenmontagszug im kommenden Jahr auf den 29. Mai. Das hat das Comitee Düsseldorfer Carneval gemeinsam mit der Stadt und anderen Brauchtumsvereinen entschieden. Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) gab den neuen Termin am Freitag bekannt.

Damit ist der zunächst auserkorene 8. Mai als Ausweichtermin vom Tisch. Bei der Auswahl des 8. Mai seien handwerkliche Fehler unterlaufen, räumten die Karnevalisten ein. Man habe Terminkollisionen übersehen.

Kritik hatte es am Ausweichtermin 8. Mai auch als Tag des Endes des Zweiten Weltkriegs gegeben. Auch dies habe eine Rolle bei der erneuten Verlegung gespielt: Wenn man »in Berlin Kränze niederlegt und um die Opfer des Weltkriegs trauert«, sei es sicherlich nicht angemessen, in Düsseldorf Karneval zu feiern, sagte CC-Präsident Michael Laumen. Zuvor hatte es Kritik auch von anderen Verbänden gegeben, unter anderem auch von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.

Die Karnevalisten gehen davon aus, dass Ende Mai die vierte Coronawelle überwunden ist. Das Comitee Düsseldorfer Carneval ist die Dachorganisation des Karnevals in Düsseldorf und wurde 1825 gegründet. dpa/ja

Nahost

Iran lehnt Beschränkungen des Atomprogramms ab

US-Präsident Trump hatte dem Mullah-Regime mit einem Militärschlag gedroht, sollte es sich einem Nuklear-Abkommen verweigern

 28.01.2026

Tagung

Europäische Rabbiner diskutieren interreligiösen Dialog in Jerusalem

Wie viel Religion braucht der Frieden? Diese Frage stand im Zentrum einer Podiumsveranstaltung der Europäischen Rabbinerkonferenz bei deren Tagung in Jerusalem

 28.01.2026

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen aber dennoch die Mehrheit darstellen.«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026