Berlin

Ron Prosor sieht Beziehungen belastet

Ron Prosor ist Israels Botschafter in Deutschland. Foto: picture alliance/dpa

Durch den von Bundeskanzler Friedrich Merz verhängten Teilstopp von Rüstungsexporten nach Israel sieht der israelische Botschafter Ron Prosor die Beziehungen zu Deutschland erheblich belastet.

Das Tischtuch sei zwar nicht zerschnitten, aber »echt strapaziert«, sagte er in einem Interview mit »Welt TV«. Statt palästinensische Terroristen zu entwaffnen, werde jetzt über die Entwaffnung Israels diskutiert. »Das ist ein Fest für Hamas.«

Lesen Sie auch

Merz hatte in der vergangenen Woche verkündet, Deutschland werde keine Rüstungsgüter mehr nach Israel exportieren, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Er begründete dies mit dem israelischen Vorhaben, den Militäreinsatz in der Region auszuweiten.

Prosor räumte ein, man könne über die Strategie Israels diskutieren. Aber wenn die Antwort darauf sei, das Land »ohne Verteidigung, ohne Waffen zu lassen«, bedeute dies, »Israel wehrlos zu lassen«. dpa/ja

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Zum Glück hat es sich mittlerweile selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026

Berlinale

»Free Palestine« auf der Bühne

Filmemacher Abdallah Alkhatib wirft der Bundesregierung vor: »Sie machen mit beim Genozid Israels in Gaza«

von Katrin Richter  21.02.2026

Meinung

Endlich kehrt Ehrlichkeit in die Debatte über die UNRWA ein!

Der CDU-Antrag bringt auf den Punkt, was seit Jahren verdrängt wurde: Palästinensische Gewalt darf natürlich nicht als politisches Instrument akzeptiert werden

von Daniel Neumann  21.02.2026

Parteitag

»Die UNRWA ist nicht reformierbar«: CDU will Zahlungsstopp

Einmütig haben die Delegierten des CDU-Bundesparteitags in Stuttgart beschlossen, dass es künftig striktere Auflagen für deutsche Zuschüsse an die Palästinenser geben soll

von Michael Thaidigsmann  21.02.2026

Militär

Bundeswehr und IDF wollen enger zusammenarbeiten

Bei einem Besuch in Israel vereinbaren Vertreter der Bundeswehr eine engere Kooperation mit Israels Armee. Deutschland will dabei auch etwas über die Integration von Frauen ins Militär lernen

 20.02.2026

Stuttgart

Merz schließt AfD als Option kategorisch aus

In Teilen der CDU liebäugeln manche damit, ob nicht doch auch die AfD ein Partner werden könnte. Der Parteichef zieht eine deutliche rote Linie

 20.02.2026

Berlin

Auswärtiges Amt: Deutsche sollen Iran verlassen

Die Bundesregierung warnt Deutsche im Iran erneut vor einer möglichen Eskalation. Noch gebe es Ausreisemöglichkeiten zu Lande und mit Flugzeugen

 20.02.2026

Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Minijobs für eine 85-Jährige und die Frau eines Lokalpolitikers: Jetzt geraten auch AfD-Abgeordnete in NRW in die Vetternwirtschafts-Debatte

 20.02.2026