Meinung

Respekt statt Geschacher!

Was haben Juden mit Hartz IV zu tun? Manch einer wird bei der Vorstellung von armen Juden glauben, lachen zu müssen. Aber das sind Vorurteile. In Wirklichkeit beziehen viele Gemeindemitglieder Arbeitslosengeld II. Das sind meist Menschen im Vorrentenalter, die zwar einen akademischen Abschluss haben, bei denen aber eine Eingliederung in das Arbeitsleben kaum noch möglich ist. Der neuerliche Kompromiss, den Regierung und Opposition gefunden haben, wird an der Situation der Hartz IV-Bezieher nicht viel ändern: Die Aufstockung des Regelsatzes fällt zu gering aus, und die meist ausweglose Lage älterer Arbeitsloser war wieder einmal nicht Kern der Diskussion. Allenfalls das Bildungspaket, auf das man sich einigte, weist in die richtige Richtung. Aber die Menschen hinter dem Gesetz haben anderes verdient als das erniedrigende Geschacher der vergangenen Wochen. Gerade jetzt sind die jüdischen Gemeinden gefragt, die Empfänger mit nötigem Respekt und Unterstützung aufzufangen und sich gegenüber der Politik für ihre Rechte einzusetzen.

Mailand

Provokantes »Hitler mit Kufiya«-Mural bei israelfeindlicher Demonstration aufgetaucht

Nach Angaben des Künstlers versteht sich die Aktion als Warnung vor wachsender gesellschaftlicher Radikalisierung und der zunehmenden Normalisierung antisemitischer Sprache

 18.05.2026

Washington D.C.

Mutmaßlicher Drahtzieher von Angriffen auf jüdische Einrichtungen vor Gericht

Auch für einen Brandanschlag auf ein jüdisches Restaurant in München soll Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi verantwortlich sein

 18.05.2026

Initiative

Offener Brief jüdischer Organisationen an Berliner Senatorin

Nachdem eine Klage des jüdischen Studenten Lahav Shapira gegen die Freie Universität Berlin für unzulässig erklärt worden ist, fordern jüdische Organisationen eine Gesetzesänderung

 18.05.2026 Aktualisiert

Potsdam

Forscher: Offenheit für AfD wächst trotz mehr Radikalität

Der Extremismusforscher Botsch erklärt, warum die Bereitschaft wächst, die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei zu wählen - ungeachtet ihrer Entwicklung

von Marc-Oliver von Riegen  18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026

Ramallah

Abbas will blockierte Gelder als Terror-Renten verwenden

In Zusammenhang mit Israels Entscheidung, Teile der Steuereinnahmen für die PSA einzubehalten, spricht der Palästinenserpräsident von einem Rechtsbruch, will aber weiterhin illegale Terror-Renten bezahlen

 18.05.2026

Pilsen

Wie es mit Marla Svenja Liebich weitergehen könnte

Nach monatelanger Fahndung wurde die Rechtsextremistin gefasst. Seit einigen Wochen sitzt sie in Tschechien in Haft. Ein Gericht dort will nun über eine Auslieferung entscheiden

 18.05.2026

Washington D.C.

Trump zu Iran: »Die Uhr tickt«

Die Angriffe gegen das iranische Regime, dessen Revolutionsgarden und Atomanlangen könnten diese Woche wiederaufgenommen werden

 18.05.2026

Interview

»Sonntagsreden reichen nicht«

Hessens Justizminister Christian Heinz will, dass Aufrufe zur Vernichtung Israels künftig unter Strafe stehen. Wie lässt sich ein solcher Eingriff in die Meinungsfreiheit begründen? Ein Gespräch über Staatsräson, den Schutz jüdischen Lebens und Mehrheiten im Bundesrat

von Joshua Schultheis  17.05.2026