Meinung

Respekt statt Geschacher!

Was haben Juden mit Hartz IV zu tun? Manch einer wird bei der Vorstellung von armen Juden glauben, lachen zu müssen. Aber das sind Vorurteile. In Wirklichkeit beziehen viele Gemeindemitglieder Arbeitslosengeld II. Das sind meist Menschen im Vorrentenalter, die zwar einen akademischen Abschluss haben, bei denen aber eine Eingliederung in das Arbeitsleben kaum noch möglich ist. Der neuerliche Kompromiss, den Regierung und Opposition gefunden haben, wird an der Situation der Hartz IV-Bezieher nicht viel ändern: Die Aufstockung des Regelsatzes fällt zu gering aus, und die meist ausweglose Lage älterer Arbeitsloser war wieder einmal nicht Kern der Diskussion. Allenfalls das Bildungspaket, auf das man sich einigte, weist in die richtige Richtung. Aber die Menschen hinter dem Gesetz haben anderes verdient als das erniedrigende Geschacher der vergangenen Wochen. Gerade jetzt sind die jüdischen Gemeinden gefragt, die Empfänger mit nötigem Respekt und Unterstützung aufzufangen und sich gegenüber der Politik für ihre Rechte einzusetzen.

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Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

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 25.06.2026

Neuer Vorstand

Cerstin Richter-Kotowski übernimmt Vorsitz der DIG Berlin und Brandenburg

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 25.06.2026