Australien

Regierung ernennt erstmals Beauftragten gegen Judenhass

Premier Anthony Albanese Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die australische Regierung hat am Dienstag eine »Sonderbotschafterin zur Bekämpfung des Antisemitismus in Australien« ernannt. Sie soll sich mit der massiven Zunahme des Antisemitismus in dem Land seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas befassen, sagte Premierminister Anthony Albanese bei einem Pressetermin im Jüdischen Museum von Sydney.

Albaneses eigenes Büro in der Küstenmetropole war jüngst mit antisemitischen Graffiti von »propalästinensischen« Demonstranten besprüht worden.

Die neue Antisemitismusbeauftragte Jillian Segal, eine Anwältin und Unternehmerin aus Sydney, soll das Amt für drei Jahre ausüben. Sie soll Albanese und dem für multikulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister Andrew Giles Bericht erstatten.

Die Statistiken zu Antisemitismus in Australien nannte Segal »schockierend«. Berichte über Antisemitismus hätten um 700 Prozent zugenommen, nachdem Terroristen der Hamas mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober den Krieg auslösten, sagte Segal. Noch immer sei der Wert zwischen 400 und 500 Prozent höher als vor dem Krieg. ap/ja

Kassel/Heidenau

Stadt stoppt Stolpersteine – Künstler: War zu erwarten

Der Stadtrat von Heidenau bei Dresden lässt keine neuen Stolpersteine im Straßenraum zu. Der Initiator der Gedenksteine, Gunter Demnig, warnt vor Unsichtbarkeit der NS-Opfer und will weitermachen

 25.09.2026

Berlin

Schuster: Seit Hamas-Angriff kaum Kontakte zu muslimischen Verbänden

Er hat muslimische Freunde. Doch offizielle Beziehungen zwischen der jüdischen Gemeinde und muslimischen Verbänden gibt es kaum noch. Der Zentralratspräsident kritisiert dies und hofft auf Besserung

 25.09.2026

USA

Rennpferd muss wegen Hitler-Bezug umbenannt werden

Der Jockey Club erhält eine formale Beschwerde, woraufhin der Name des Tieres verboten wird. Wie hieß das Pferd? Und wie heißt es jetzt?

 25.09.2026

New York

Susan Sarandon bei Demo gegen Israel festgenommen

Zwei Proteste gegen Israel fanden während der Rede von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu vor der UNO statt. Bei einer davon wurde zum Mord an ihm aufgerufen

 25.09.2026

New York

Netanjahu vor der UNO: »Israel hat keinen anderen Weg als zu gewinnen«

Der israelische Ministerpräsident spricht über Iran, Katar, die Türkei. Er konfrontiert Kritiker seines Landes, inklusive Bürgermeister Zohran Mamdani

 25.09.2026

Berlin

Berliner Linken-Chefin: »sehr überrascht« über Kritik

Seit der Berlin-Wahl am Sonntag wird bundesweit heftig über Antisemitismus bei der Linkspartei diskutiert. Sieht die Landesvorsitzende Kerstin Wolter ein strukturelles Problem in ihrer Partei?

 25.09.2026

Nach der Wahl

Berliner SPD will mit Linken und CDU sondieren

Die Sozialdemokraten wollen mit dem Wahlsieger Linke und der CDU über eine mögliche Regierungsbildung sprechen. Parteichef Krach nennt eine »rote Linie«

 25.09.2026

New York

Berichte: Iran legt Sieben-Tage-Plan zur Beendigung des Kriegs vor

Die USA und der Iran verhandeln mit Hilfe von Vermittlern über die Zukunft der Straße von Hormus. Nun will die iranische Seite einen Vorschlag ins Spiel gebracht haben

 25.09.2026

Berlin

Linke entscheidet auf Parteitag über Sondierungen

Die Partei will mit Grünen und SPD über eine mögliche Koalition sprechen. Die jüngsten Antisemitismus-Skandale der Wahlgewinner könnten die Gespräche ausbremsen

 25.09.2026