Australien

Regierung ernennt erstmals Beauftragten gegen Judenhass

Premier Anthony Albanese Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die australische Regierung hat am Dienstag eine »Sonderbotschafterin zur Bekämpfung des Antisemitismus in Australien« ernannt. Sie soll sich mit der massiven Zunahme des Antisemitismus in dem Land seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas befassen, sagte Premierminister Anthony Albanese bei einem Pressetermin im Jüdischen Museum von Sydney.

Albaneses eigenes Büro in der Küstenmetropole war jüngst mit antisemitischen Graffiti von »propalästinensischen« Demonstranten besprüht worden.

Die neue Antisemitismusbeauftragte Jillian Segal, eine Anwältin und Unternehmerin aus Sydney, soll das Amt für drei Jahre ausüben. Sie soll Albanese und dem für multikulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister Andrew Giles Bericht erstatten.

Die Statistiken zu Antisemitismus in Australien nannte Segal »schockierend«. Berichte über Antisemitismus hätten um 700 Prozent zugenommen, nachdem Terroristen der Hamas mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober den Krieg auslösten, sagte Segal. Noch immer sei der Wert zwischen 400 und 500 Prozent höher als vor dem Krieg. ap/ja

Chemnitz

Gestohlener Davidstern sichergestellt

Unbekannte hatten laut Polizei in der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkortes eine Schautafel beschädigt und den Davidstern mitgenommen

 28.09.2026

Interview

»Die Linkspartei hat vom 7. Oktober und vom Hass auf und der Hetze gegen Israelis profitiert«

Neuköllns Integrationsbeauftragte Güner Yasemin Balci über den Wahlerfolg der Linken in Berlin, Clan-Kontakte und Islamismus in der Partei sowie die politischen Folgen für ihren Bezirk und die Stadt

von Detlef David Kauschke  28.09.2026

Paris, Frankreich mit Eiffelturm

Paris

Flüchtling aus Deutschland in Frankreich als IS-Kämpfer angeklagt

In der französischen Hauptstadt hat der Berufungsprozess gegen einen Syrer begonnen, der eine leitende Rolle in der Terrororganisation »Islamischer Staat« gehabt haben soll

 28.09.2026

Düsseldorf

Attacke auf Juden wird Thema im Landtag NRW

Nach dem antisemitischen Angriff auf einen Juden am vergangenen Dienstag sucht die Polizei weiter nach den Tätern. Nun soll Innenminister Reul (CDU) im Innenausschuss Auskunft geben

 28.09.2026

Berlin

Linksjugend: Polizei ist »krimineller Clan«

»Wenn die Presse uns erzählt, in Berlin gebe es ein Problem mit bewaffneten Clans, sind das die, die mit hellen Handschuhen und Knüppeln heute in den Schulstreik hineingerannt sind«, sagt eine Sprecherin

 28.09.2026

Offener Brief

Mehr als 6000 Unterzeichner weisen Vorwurf des Völkermords gegen Israel zurück

»Wir, die Unterzeichner, sind empört und angewidert über die jüngste Blutverleumdung gegen das jüdische Volk: die Lüge, dass Israel in Gaza einen ›Genozid‹ begangen habe«, heißt es in dem Schreiben

 28.09.2026

Berlin

Linken-Chef sieht seine Partei »ganz klar an der Seite jüdischer Menschen«

Nach ihrem Wahlsieg in Berlin strebt die Linke eine Regierungsbildung an. Der Bundesvorsitzende Luigi Pantisano widersprach nun Anschuldigungen, die Partei sei antisemitisch

 28.09.2026

Liverpool

Dutzende Festnahmen bei Solidaritätsaktion für Palestine Action

Am Rande des Labour-Parteitags im nordenglischen Liverpool haben mehr als 250 Menschen gegen das Verbot der als Terrorgruppe eingestuften Organisation demonstriert

 28.09.2026

Berlin

»Die Berliner Linkspartei pflegt einen verstörend engen Kontakt zu Judenhassern«

Unionsfraktionschef Thorsten Frei warnt die Grünen und die SPD vor einer Regierungszusammenarbeit mit der Berliner Linken

 28.09.2026