Australien

Regierung ernennt erstmals Beauftragten gegen Judenhass

Premier Anthony Albanese Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die australische Regierung hat am Dienstag eine »Sonderbotschafterin zur Bekämpfung des Antisemitismus in Australien« ernannt. Sie soll sich mit der massiven Zunahme des Antisemitismus in dem Land seit dem Beginn des Kriegs zwischen Israel und der palästinensischen Terrororganisation Hamas befassen, sagte Premierminister Anthony Albanese bei einem Pressetermin im Jüdischen Museum von Sydney.

Albaneses eigenes Büro in der Küstenmetropole war jüngst mit antisemitischen Graffiti von »propalästinensischen« Demonstranten besprüht worden.

Die neue Antisemitismusbeauftragte Jillian Segal, eine Anwältin und Unternehmerin aus Sydney, soll das Amt für drei Jahre ausüben. Sie soll Albanese und dem für multikulturelle Angelegenheiten zuständigen Minister Andrew Giles Bericht erstatten.

Die Statistiken zu Antisemitismus in Australien nannte Segal »schockierend«. Berichte über Antisemitismus hätten um 700 Prozent zugenommen, nachdem Terroristen der Hamas mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober den Krieg auslösten, sagte Segal. Noch immer sei der Wert zwischen 400 und 500 Prozent höher als vor dem Krieg. ap/ja

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Imbiss auf Rädern

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Food Truck

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026

Nahost

Israel beklagt Toten nach Hisbollah-Drohnenangriff

Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums ist tot. In Nordisrael wächst der Unmut über die Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon

 29.04.2026

Nahost

USA verschärfen Druck auf Iran, Trump setzt auf lange Blockade

Der US-Präsident lässt mehrere Optionen prüfen. Zugleich verhängt seine Regierung neue Sanktionen gegen mutmaßliche Finanznetzwerke Teherans

 29.04.2026

New York

Altkanzler Scholz mit Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet

Bundeskanzler Friedrich Merz kassiert nach seiner Kritik am US-Vorgehen im Iran heftige Kritik. US-Präsident Trump zürnt. Altbundeskanzler Scholz beschwichtigt

 29.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026