Thüringen

Ramelow unterbricht Urlaub wegen zerstörter Gedenkbäume in Buchenwald

Bodo Ramelow (Linke) Foto: dpa

Nach der erneuten Zerstörung von Gedenkbäumen nahe dem einstigen Konzentrationslager Buchenwald hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) angekündigt, seinen Urlaub in Südtirol zu unterbrechen.

Ramelow wolle »Gesicht zeigen gegen den braunen Ungeist«, sagte ein Sprecher der Thüringer Staatskanzlei dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Montag in Erfurt. Er werde am Sonntag (31. Juli) in Weimar an einer Gedenkveranstaltung für nach Auschwitz deportierte jüdische Kinder teilnehmen.

Die Staatsanwaltschaft Erfurt teilte unterdessen mit, sie habe wegen der abgesägten Bäume ein Ermittlungsverfahren wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung eingeleitet. Der Strafrahmen im Falle einer Verurteilung betrage bis zu drei Jahre Haft.

Unweit des ehemaligen Konzentrationslagers hatten Unbekannte am Wochenende erneut zwei Gedenkbäume zerstört. Bereits vergangene Woche waren sieben der Bäume an der Bahntrasse zwischen der Stadt Weimar und dem Bahnhof Buchenwald mutwillig gefällt worden.

Ramelow wird am Sonntag am 15-jährigen Bestehen der Initiative »Gedenkweg Buchenwaldbahn« teilnehmen. Bei dem Erinnerungsprojekt werden seit 2007 entlang der früheren Bahntrasse, über die die Häftlingstransporte ab 1944 liefen, mit Opfer-Namen versehene Steine abgelegt, wie Initiator Heiko Clajus dem epd sagte.

Auch diese Erinnerungssteine seien in der Vergangenheit immer wieder beschmiert worden, darunter mit Hakenkreuzen, sagte Clajus.

Weil sich die Symbole leicht hätten entfernen lassen, habe er »die Sache nicht an die große Glocke gehängt.« Die jetzige Schändung des Gedenkortes durch die abgesägten Bäume mache ihn »wütend«. epd

Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte

 26.03.2026

Meinung

Lahav Shapiras Fall hätte vor Gericht verhandelt werden müssen

Der jüdische Student wirft der FU Berlin vor, ihn nicht ausreichend vor Diskriminierung geschützt zu haben. Doch die Richter wiesen seine Klage mit einer Begründung ab, die nur schwer nachzuvollziehen ist

von Matthias Fuchs  26.03.2026

Iran-Krieg

Israel meldet Tötung von IRGC-Marineführung

Die Tötung von Admiral Ali Reza Tangsiri stellt laut IDF »einen bedeutenden Schlag gegen die Führungsstrukturen der IRGC und ihre Fähigkeit dar, Terroraktivitäten im maritimen Bereich zu orchestrieren«

 26.03.2026

Nahost

Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile

Die Angriffe in den Golfstaaten lassen nicht nach. Erneut werden Menschen getötet

 26.03.2026

Berlin

Demonstration gegen Auftritt von Francesca Albanese

»Wer das Existenzrecht Israels delegitimiert und Gräueltaten rechtfertigt, darf in Berlin keine unwidersprochene Bühne erhalten«, sagen die Organisatoren der Kundgebung

von Imanuel Marcus  26.03.2026

Berlin

Merz: »Wolfram Weimer hat mein Vertrauen«

Der Kulturstaatsminister steht wegen des Ausschlusses von linken Buchhandlungen vom Deutschen Buchhandlungspreis in der Kritik. Der Kanzler sieht durchaus schwierige Debatten - gibt aber generelle Rückendeckung

 26.03.2026

Nahost

Straße von Hormus: Iran richtet »Mautstelle« ein

Schiffe müssen Informationen über Ladung, Besatzung und Zielort übermitteln – und bezahlen

 26.03.2026

Berlin

Prosor übt scharfe Kritik an Bundespräsident Steinmeier

Der israelische Botschafter moniert eine zu optimistische Sicht auf Diplomatie. In der internationalen Politik sei der Glaube verbreitet, dass sich Konflikte durch Gespräche lösen ließen. Doch dieses Denken habe Grenzen

 26.03.2026

Achse Teheran-Moskau

Bericht: Russland liefert Drohnen an Iran

Diese Art der Unterstützung für das iranische Regime ist ein Novum. Bisher wurden Drohnen in umgekehrter Richtung geliefert

 26.03.2026