Augsburg

Prozess wegen Beschädigung einer Israel-Flagge

Das Rathaus und der Perlachturm dominieren den Rathausplatz in Augsburg. Foto: picture alliance / SZ Photo

Nach der Beschädigung einer aus Solidarität aufgehängten Israel-Flagge auf dem Augsburger Rathausplatz muss sich ein 19-Jähriger am Mittwoch vor dem Amtsgericht Augsburg verantworten. Der Mann soll einen anderen jungen Mann dabei gefilmt und angefeuert haben, wie dieser im Oktober 2023 die Flagge herunterriss und anzünden wollte.

Eine couragierte Passantin schritt ein und verhinderte das Verbrennen. Nach der Tat wurde das Video in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Der Fall war damals bundesweit bekannt geworden.

Gegen den Hauptbeschuldigten, der die Flagge vom Mast heruntergeholt haben soll, wird zunächst nicht verhandelt. Derzeit sei nicht bekannt, wo sich der Mann aufhalte, sagte eine Sprecherin des Amtsgerichts. Nach ihm werde gefahndet.

Sachbeschädigung und Beihilfe

Die Staatsanwaltschaft hat die beiden Syrer wegen Verletzung von Flaggen- und Hoheitsrechten ausländischer Staaten und Sachbeschädigung beziehungsweise Beihilfe zu diesen Taten angeklagt.

Kurz nach der damaligen Tat war eine neue Israel-Fahne ein weiteres Mal von zwei Tätern vor dem Rathaus heruntergerissen worden. Nach Angaben der Polizei konnten in diesem Fall allerdings bislang keine Verdächtigen ermittelt werden.

Die Flaggen waren aus Anlass des Terroranschlags der Hamas mit mehr als 1200 Todesopfern in Israel am 7. Oktober gehisst worden. Nach den beiden Angriffen auf die Israel-Flaggen hatte die Stadt Augsburg irgendwann darauf verzichtet, erneut eine entsprechende Flagge aufzuhängen. dpa

Meinung

»Glückwunsch« zum Genozid-Vorwurf

Solange die Grüne Jugend einseitig gegen Israel gerichtete Beschlüsse fasst, kann sie kein Partner im Kampf gegen Antisemitismus sein

von Anika Schmütz  26.07.2026

Landtagswahlen

Ostdeutsche eher für AfD-Beteiligung als Allparteienbündnis

Umfragen vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern deuten auf eine starke AfD. Was wäre wenn? Das klopft eine YouGov-Umfrage ab

 26.07.2026

Berlin/Karlsruhe

Angriff bei CSD: Bundesanwaltschaft in Kontakt mit Berliner Behörden

Ein mutmaßlich islamistischer Hintergrund rückt bei den Ermittlungen zu dem Angriff mit einem Auto in Berlin in den Fokus. Solche Vorfälle kann die oberste Anklagebehörde in Deutschland übernehmen

 26.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026

Jemen

Konflikt im Nahen Osten weitet sich aus

Nach Luftangriffen im Jemen schwört die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz Rache gegen Saudi-Arabien. Wie wird US-Präsident Trump im eskalierenden Konflikt im Nahen Osten weiter vorgehen?

 26.07.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Chefankläger abgesetzt: Khans Schiffbruch

Der Chef der Anklagebehörde am Internationalen Strafgerichtshof ist von den Vertragstaaten abgesetzt worden. Gegen ihn stehen schwere Vorwürfe im Raum. Der Rufschaden für das Haager Gericht ist groß

von Michael Thaidigsmann  26.07.2026

Berlin

Eine Tote und 16 Verletzte: Auto fährt auf CSD in Menschenmenge

Am Rande des CSD in Berlin fährt ein Fahrzeug in die Menge. Eine Frau stirbt, viele werden verletzt. Was bislang bekannt ist

 26.07.2026 Aktualisiert

Bayern

»Es ist Zeit, den Hass zu beenden«

Eine Mahnwache der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zeigte Solidarität mit dem Opfer des israelfeindlichen Verbrechens in der Region Würzburg

von Stefan W. Römmelt  25.07.2026

Meinung

Wo ist der Geist von Sarajevo?

Auch in Deutschland rufen Vertreter der bosnischen Diaspora zunehmend nach harten Sanktionen gegen Israel und scheuen den Dialog mit den jüdischen Gemeinden hier. Das war schon einmal anders

von Marc Simon  24.07.2026