Hamburg

Prozess gegen Bruno D. wird fortgesetzt

Die Nationalsozialisten ermordeten im Konzentrationslager Stutthof nahe Danzig mehr als 65.000 Menschen. Foto: dpa

Der Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Bruno D. vor dem Hamburger Landgericht soll am kommenden Freitag wie geplant fortgesetzt werden.

Der Termin sei für die Fortsetzung des Verfahrens unverzichtbar, weil die Höchstfrist für Unterbrechungen der Hauptverhandlung durch eine Verschiebung überschritten würde, teilte die Gerichtspressestelle am Mittwoch mit.

infektionsrisiken Die Sitzung werde jedoch lediglich als etwa zehnminütiger Kurztermin gehalten, um den 93-jährigen Angeklagten in der gegenwärtigen Situation bestmöglich vor Infektionsrisiken zu schützen.

Die Presse werde ausnahmsweise nicht zur Verhandlung zugelassen, hieß es. Die für diesen Termin geplante Vernehmung des Sachverständigen Stefan Hördler soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.

D. wird Beihilfe zum Mord in mehr als 5230 Fällen vorgeworfen. Er war zwischen August 1944 und April 1945 im Konzentrationslager Stutthof (bei Danzig) als 17-Jähriger als Wachmann tätig.  epd

Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen)

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