Nahost

Pompeo attackiert »enttäuschende« Iran-Politik Deutschlands

US-Außenminister Mike Pompeo richtete deutliche Worte an Deutschland. Foto: imago images/Eastnews

US-Außenminister Mike Pompeo ist hart mit der deutschen Haltung gegenüber dem Iran ins Gericht gegangen. In einem Video-Interview mit dem Chefredakteur der »Bild«-Zeitung sagte Pompeo: »Die deutsche Wirtschaft wird das Risiko verstehen und sich an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates halten. Es ist die deutsche Regierung, die so enttäuschend ist.«

DROHUNGEN Pompeo weiter: »Die deutsche Regierung sagt uns, dass auch sie nicht wolle, dass der Iran Waffen kaufe und verkaufe, aber sie hat keinen Plan und hat keine Alternative entwickelt, um das zu verhindern.« Die USA übernähmen stattdessen die Führungsrolle übernehmen und träfen die richtigen Entscheidungen – Pompeo sprach von einer »moralischen Entscheidung.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Iran habe, so der US-Außenminister mit Verweis auf die Exekution eines Sportlers vergangene Woche, »nicht nur diesen Ringer hingerichtet.« Er sei zudem »die antisemitischste Nation auf dem Planeten«. Teheran drohe nicht nur damit, Amerika zu zerstören, »sondern auch die Nation Israel«. Irans Drohungen gegen Israel seien »unmissverständlich« und würden auch offen ausgesprochen. Auch die Taten der Iraner seien dementsprechend, so Pompeo weiter.

ATOMABKOMMEN Das deutsche Volk verstehe die Bedrohung, die von diesem Land ausgehe. Deutschland dürfe sich den Sanktionen, welche die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates vorsehe, nicht entziehen, appellierte er. Die USA würden alles in ihrer Macht Stehende tun, um die UN-Sanktionen gegen den Iran umzusetzen.

Diese würden »gleich und fair auf alle Unternehmen weltweit angewendet,« sagte Pompeo. Man werde es nicht zulassen, dass das iranische Regime weiter »Paletten voller Geld« bekomme, sondern stattdessen »ein System entwickeln, um sicherzustellen, dass Iran niemals Atomwaffen haben wird.«

Fast alle früheren UN-Resolutionen gegen das Regime seien seit dem vergangenen Samstag von Washington wieder in Kraft, hatte Pompeo am Wochenende erklärt. Man wolle damit sicherstellen, so der amerikanische Chefdiplomat weiter, dass niemand überrascht werde, sondern wisse, was rechtmäßig sei und was nicht.

Die Sanktionen der Vereinten Nationen waren nach dem Atomabkommen mit dem Iran ausgesetzt worden. Präsident Donald Trump hatte den Deal, den die Obama-Regierung gemeinsam mit den großen EU-Staaten ausgehandelt hatte, aufgekündigt – und das zurecht, meinte dessen Außenminister, denn das Abkommen sei »gefährlich«. mth

Döbeln

Jugendliche mit antisemitischen Aufklebern auf frischer Tat gestellt

Der Staatsschutz hat die weiteren Ermittlungen übernommen

 14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026

Düsseldorf

Josef-Neuberger-Medaille für Mona Neubaur

Mit der Josef-Neuberger-Medaille ehrt die Jüdische Gemeinde Düsseldorf seit über 30 Jahren Menschen oder Institutionen der nichtjüdischen Öffentlichkeit. Für ihren Einsatz gegen Antisemitismus geht der Preis in diesem Jahr an NRW-Ministerin Neubaur

 14.09.2026

Berlin

Ron Prosor warnt vor Hamas-Anschlägen: »Deutschland ist Terrorziel geworden«

Die Bundesrepublik sei für die Terrororganisation nicht mehr lediglich ein Ort des Rückzugs, sagt der israelische Botschafter

 14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  14.09.2026

Mecklenburg-Vorpommern

Um Merz zu stürzen: Wagenknecht ruft zur taktischen Wahl auf

Eine Woche vor der Landtagswahl sagt die BSW-Gründerin, was sie mit der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erreichen will

 14.09.2026

Berlin

Karin Prien warnt vor AfD: »Meine Mutter hätte Angst«

Die CDU-Politikerin mit jüdischem Familienhintergrund sprach auch von Warnungen ihrer Mutter hinsichtlich des zivilisatorischen Schutzes

 14.09.2026

Berlin/Magdeburg

Operationsplan Deutschland: Reservistenverband will Geheimplan vor AfD schützen

Bislang befindet sich der Plan bei sämtlichen 16 Landesregierungen. Die rechtsextremistische AfD in Sachsen-Anhalt soll ihn nicht bekommen

 14.09.2026

Medien

Studie wirft »New York Times« einseitige Gaza-Berichterstattung vor

Israel als »einziger Aggressor« und Palästinenser als »passive Opfer«: Diese Sichtweise ließ die Zeitung erkennen, so der Autor der Studie

 14.09.2026