Antisemitismus

Polizei sucht nach Tatverdächtigem

Tatort: Ein Molotowcocktail wurde am 31. Oktober auf die Synagoge in Mainz geschleudert und prallte gegen einen Baum. Foto: dpa

Die Videoauswertung der Überwachungskameras an der Mainzer Synagoge hat offensichtlich erste Erkenntnisse erbracht. Wie die Polizei jetzt mitteilte, suche sie im Zusammenhang mit dem Brandanschlag am 31. Oktober auf das jüdische Bethaus nach einem männlichen Tatverdächtigen. Der Unbekannte mit heller Kapuzenjacke und Rucksack habe den Brandsatz gegen einen Baumstamm in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses geworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. ??Der Molotowcocktail war eine spanische Weinflasche, gefüllt mit einem Brandbeschleuniger, so die Polizei. Weitere kriminaltechnische Untersuchungen laufen noch. Der Brandsatz hat den Baum in etwa drei Metern Höhe getroffen. Für Hinweise auf den oder die Täter habe die Staatsanwaltschaft 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt, heißt es.

??Die Jüdische Gemeinde hatte sich über den Anschlag verunsichert gezeigt. Der Bau der neuen Synagoge sei bei der Bevölkerung auf viel Sympathie gestoßen, das habe nicht zuletzt auch der große Andrang beim Tag der Offenen Tür unmittelbar nach der Eröffnung am 3. September gezeigt. Doch man müsse immer mit einem gewissen Bodensatz an antisemitischer Einstellung rechnen, sagte Gemeindevorsitzende Stella Schindler-Siegreich nach dem Anschlag vor einer Woche. Am kommenden Sonntag lädt die Gemeinde ab 18 Uhr zu einem zweiten Tag der Offenen Tür ein. ja

Internationaler Strafgerichtshof

Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Organisation Shurat HaDin - Israel Law Center wirft der sozialistischen Regierung vor, durch Exporte an den Iran Angriffe auf Zivilisten ermöglicht zu haben

 16.04.2026

Netivot

Bienenschwarm fällt über Einkaufszentrum in Israel her

Unzählige Insekten lassen sich in einem Einkaufszentrum nieder und fliegen in dichten Schwärmen über das Gelände

 16.04.2026

Dresden

Stadt prüft Konsequenzen nach Chamenei-Gedenkfeier im »Haus der Brücke«

Nach Angaben eines Stadtsprechers hat das Rathaus erst im Nachhinein Kenntnis von der Veranstaltung erhalten. Auch Exil-Iraner sind entsetzt

 16.04.2026

Berlin

Auch während des Krieges: Rüstungsexporte nach Israel genehmigt

Waffenexporte nach Israel waren zuletzt ein extrem heikles Thema für die Bundesregierung – erst wegen des Gaza-Kriegs, jetzt wegen des Iran-Kriegs. Es gibt nun neue Zahlen dazu

von Michael Fischer  16.04.2026

Gaza

Hamas lehnt Entwaffnungsplan ab

Die Terrororganisation wirft dem Vermittler Mladenov eine »israelfreundliche Haltung« vor. Fortschritte bleiben aus

 16.04.2026

Washington D.C.

Republikaner stoppen Iran-Resolution – mehr Demokraten gegen Waffen für Israel

Die Demokraten wollen Präsident Trumps Militäreinsätze gegen das iranische Regime bremsen und Rüstungslieferungen an Israel stoppen, aber die Republikaner blockieren die Vorhaben

 16.04.2026

Brandenburg/Ravensbrück

Schulen sagen Besuche in KZ-Gedenkstätten ab: Der Grund ist beunruhigend

Die Gedenkstätten in Brandenburg vermelden beunruhigende Entwicklungen: Antisemitische Vorfälle häufen sich

 16.04.2026

London

Zwei Festnahmen nach versuchtem Brandanschlag auf Synagoge

Die Polizei spricht von einem antisemitischem Hassverbrechen

 16.04.2026

Meinung

Ein Boykott, der auch den Palästinensern schadet

Das Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf würde gerne die akademische Kooperation mit Israel beenden. Dabei ist interkultureller Austausch nicht zuletzt für die Friedensbemühungen in Nahost essenziell

von Michael Ilyaev  15.04.2026