Antisemitismus

Polizei sucht nach Tatverdächtigem

Tatort: Ein Molotowcocktail wurde am 31. Oktober auf die Synagoge in Mainz geschleudert und prallte gegen einen Baum. Foto: dpa

Die Videoauswertung der Überwachungskameras an der Mainzer Synagoge hat offensichtlich erste Erkenntnisse erbracht. Wie die Polizei jetzt mitteilte, suche sie im Zusammenhang mit dem Brandanschlag am 31. Oktober auf das jüdische Bethaus nach einem männlichen Tatverdächtigen. Der Unbekannte mit heller Kapuzenjacke und Rucksack habe den Brandsatz gegen einen Baumstamm in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses geworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. ??Der Molotowcocktail war eine spanische Weinflasche, gefüllt mit einem Brandbeschleuniger, so die Polizei. Weitere kriminaltechnische Untersuchungen laufen noch. Der Brandsatz hat den Baum in etwa drei Metern Höhe getroffen. Für Hinweise auf den oder die Täter habe die Staatsanwaltschaft 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt, heißt es.

??Die Jüdische Gemeinde hatte sich über den Anschlag verunsichert gezeigt. Der Bau der neuen Synagoge sei bei der Bevölkerung auf viel Sympathie gestoßen, das habe nicht zuletzt auch der große Andrang beim Tag der Offenen Tür unmittelbar nach der Eröffnung am 3. September gezeigt. Doch man müsse immer mit einem gewissen Bodensatz an antisemitischer Einstellung rechnen, sagte Gemeindevorsitzende Stella Schindler-Siegreich nach dem Anschlag vor einer Woche. Am kommenden Sonntag lädt die Gemeinde ab 18 Uhr zu einem zweiten Tag der Offenen Tür ein. ja

Teheran

Irans Vizeaußenminister: »Entweder siegen wir oder werden zu Märtyrern«

Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump zeigt sich die iranische Regierung kampfbereit. Der Vizeaußenminister findet deutliche Worte

 19.05.2026

Europäische Union

»Terror-Rente«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026