Antisemitismus

Polizei sucht nach Tatverdächtigem

Tatort: Ein Molotowcocktail wurde am 31. Oktober auf die Synagoge in Mainz geschleudert und prallte gegen einen Baum. Foto: dpa

Die Videoauswertung der Überwachungskameras an der Mainzer Synagoge hat offensichtlich erste Erkenntnisse erbracht. Wie die Polizei jetzt mitteilte, suche sie im Zusammenhang mit dem Brandanschlag am 31. Oktober auf das jüdische Bethaus nach einem männlichen Tatverdächtigen. Der Unbekannte mit heller Kapuzenjacke und Rucksack habe den Brandsatz gegen einen Baumstamm in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses geworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mit. ??Der Molotowcocktail war eine spanische Weinflasche, gefüllt mit einem Brandbeschleuniger, so die Polizei. Weitere kriminaltechnische Untersuchungen laufen noch. Der Brandsatz hat den Baum in etwa drei Metern Höhe getroffen. Für Hinweise auf den oder die Täter habe die Staatsanwaltschaft 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt, heißt es.

??Die Jüdische Gemeinde hatte sich über den Anschlag verunsichert gezeigt. Der Bau der neuen Synagoge sei bei der Bevölkerung auf viel Sympathie gestoßen, das habe nicht zuletzt auch der große Andrang beim Tag der Offenen Tür unmittelbar nach der Eröffnung am 3. September gezeigt. Doch man müsse immer mit einem gewissen Bodensatz an antisemitischer Einstellung rechnen, sagte Gemeindevorsitzende Stella Schindler-Siegreich nach dem Anschlag vor einer Woche. Am kommenden Sonntag lädt die Gemeinde ab 18 Uhr zu einem zweiten Tag der Offenen Tür ein. ja

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