Berlin

Papier leitet Raubkunst-Kommission

Neuer Vorsitzender der Beratenden Kommission für die Rückgabe von NS-Raubkunst: Hans-Jürgen Papier Foto: dpa

Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Hans-Jürgen Papier, ist neuer Vorsitzender der Beratenden Kommission für die Rückgabe von NS-Raubkunst. Papier folgt auf die SPD-Politikerin und Rechtswissenschaftlerin Jutta Limbach, die bis zu ihrem Tod 2016 der Kommission vorsaß. Zu Papiers Stellvertreter wurde der Münchner Professor für Kunstgeschichte, Wolf Tegethoff, gewählt.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) würdigte Papier am Montag als eine renommierte und höchst anerkannte Persönlichkeit. Der Staatsrechtler habe große Erfahrungen im Umgang mit komplizierten und komplexen Sachlagen, die er in dieses Ehrenamt einbringe.

verpflichtung Die Arbeit der Kommission sei deshalb so wichtig, weil die Empfehlungen der Beratenden Kommission ein bedeutender Teil zur Erfüllung der moralischen Verpflichtung Deutschlands im Umgang mit NS-Raubkunst und der praktischen Umsetzung der Washingtoner Prinzipien seien, sagte Grütters.

Hans-Jürgen Papier erklärte, es sei ihm eine große Ehre, die Aufgabe von Jutta Limbach fortzuführen, »weil es sich bei der Suche nach fairen und gerechten Lösungen hinsichtlich NS-Raubkunst um eine nach wie vor ethisch und politisch hochsensible Verpflichtung handelt«. Der Staatsrechtler ist seit 2016 Mitglied der Beratenden Kommission. Er war von 2002 bis 2010 Präsident des Bundesverfassungsgerichts. Seine Vorgängerin im Amt war damals ebenfalls Jutta Limbach. Zwischen 2010 und 2015 saß Papier zudem der Kammer für Öffentliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor. epd

Berlin

Brandenburger Tor leuchtet als Zeichen der Solidarität mit Iran-Protesten

»Die gewaltsame Niederschlagung der Proteste ändert nichts daran, dass der Drang nach Freiheit bleibt«, sagt Kai Wegner (CD), der Regierende Bürgermeister

 13.02.2026

Augsburg

Gericht kippt Redeverbot für Höcke im Allgäu

Am Wochenende sollte Thüringens AfD-Landtagsfraktionschef in zwei Hallen in Bayern als Gastredner auftreten. Die Gemeinden wehren sich – aber vorerst nur in einem Fall mit Erfolg

 13.02.2026

Meinung

Danke, Herr Minister!

Johann Wadephul hat sich von Francesca Albanese distanziert und ihren Rücktritt gefordert. Doch jetzt müssen Deutschland und andere Staaten den Druck weiter erhöhen

von Michael Thaidigsmann  13.02.2026

Meinung

Jeffrey Epstein: Ein schlechter Mensch

Der verurteilte amerikanische Sexualstraftäter ist und bleibt ein beliebig formbares Vehikel für jedweden Verschwörungsmythos

von Sophie Albers Ben Chamo  13.02.2026

Diplomatie

Berichte: USA schicken weiteren Flugzeugträger nach Nahost

Der Schritt ist eine Drohung an das Regime im Iran, mit dem US-Präsident Donald Trump gerne ein Atom-Abkommen abschließen möchte

 13.02.2026

Berlin

Internationales Auschwitz Komitee fordert AfD-Verbotsverfahren

Eva Umlauf, die Präsidentin des Komitees sagt, die Partei müsse »endlich vor die Schranken des Bundesverfassungsgerichts« gebracht werden

 13.02.2026

Analyse

Historiker: Dirigent von Karajan kein Hitler-Sympathisant

Opportunist oder Gesinnungsnazi? Das historische Bild des Dirigenten Herbert von Karajan leidet seit Längerem unter seiner NSDAP-Mitgliedschaft. Der Historiker Michael Wolffsohn will ihn nun von mehreren Vorwürfen freisprechen

von Johannes Peter Senk  13.02.2026

Ramallah

Scharia und Unterstützung für »Märtyrer«: PA veröffentlicht Verfassungsentwurf

In dem Entwurf, den Palästinenserpräsident Mahmud Abbas publizieren ließ, wird Jerusalem als »Hauptstadt des Staates Palästina« bezeichnet. Jüdische Bezüge werden im gesamten Text nicht erwähnt

 13.02.2026

München

Lauder fordert Abberufung von Francesca Albanese

Die UNO-Sonderberichterstatterin stehe für eine ideologische Agenda, die Verschwörungstheorien und spaltende, antisemitische Botschaften transportiere, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

von Imanuel Marcus  13.02.2026