Meinung

Olympischer Geist made in Iran

Weniger kreative Betrachter denken bei Londons Olympia-Logo für 2012 an Ausschussware der Lego-Werke, an Kartoffelstempel oder an den Bauplan eines Libeskind-Museums. Doch der Ehrenpreis für die gewagteste Interpretation geht nicht an intelligente Spötter, sondern an die Macht, die weder Humor noch Zweifel kennt: den Iran. In Wirklichkeit, so haben die Weisen von Teheran jetzt herausgefunden, stehen die von den Grafikern dick und eckig gestalteten Jahreszahlen Zwei, Null, Eins und Zwei für das Wort »Zion«!

Logik Das mag man dumm oder durchgeknallt finden. Aber es hat doch einen ganz besonderen Sinn. Wer sich, wie die Mullahs in Teheran, Händchen haltende Teenager nur als Marionetten eines halluzinierten Ostküstenkapitals erklären kann oder bei schlechtem Wetter stets an die Machenschaften des »zionistischen Gebildes« denkt und hinter jeder umgefallenen Teheraner Mülltonne einen Mossadagenten vermutet, der hat auch bei diesem Logo die Logik auf seiner Seite. Also kann die »Islamische Republik« gar nicht anders, als an einen Boykott der Olympischen Spiele denken.

»Sie müssen damit rechnen, dass einige Länder den Spielen fernbleiben werden, insbesondere Iran«, heißt es in einem Schreiben an das Londoner Organisationskomitee. Sonst ist der iranische Sport im internationalen Vergleich nicht allzu erfolgreich. Also wollen die Funktionäre wenigstens im inneriranischen Wettbewerb nicht als schmähliche Verlierer dastehen. Der lautet: Wer wird am meisten von Israel unterdrückt? Dabei sein ist auch den Mullahs alles. Nur nicht bei Olympia.

Karlsruhe

Klage gegen Rüstungsexport für Israel scheitert vor Bundesverfassungsgericht

Waffenlieferungen nach Israel lösten in den letzten Jahren schon einige Debatten aus. Ein Palästinenser hat vor dem Bundesverfassungsgericht dagegen geklagt. Karlsruhe hat sich nun geäußert

 12.02.2026

Washington D.C.

Opfer-Namen in Epstein-Akten: US-Ministerin räumt Fehler ein

Es hagelt Kritik am Umgang der Trump-Regierung mit den Epstein-Akten. Nun bezieht Justizministerin Pam Bondi Stellung

 12.02.2026

Paris

Frankreich fordert Rücktritt von Francesca Albanese

Außenminister Jean-Noël Barrot wirft ihr vor, mit jüngsten Äußerungen rote Linien überschritten zu haben

 12.02.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon erwägt Verlegung eines weiteren US-Flugzeugträgers in den Nahen Osten

Die USS George H.W. Bush könnte kurzfristig in die Region fahren, um die amerikanische Militärpräsenz in der Nähe des Irans zu verstärken

 12.02.2026

New York

UN-Glückwünsche an Iran stoßen auf scharfe Kritik

Menschenrechtsexperten und Aktivisten sehen die Botschaft als problematisches Signal

 12.02.2026

Melbourne

Herzog warnt vor Judenhass in Australien

Der Staatsbesuch des israelischen Präsidenten löste Proteste im Land aus. Herzog sagte, er habe eine Botschaft des guten Willens nach Australien gebracht und hoffe auf eine Entspannung der Lage

 12.02.2026 Aktualisiert

New York

Epstein-Akten: Falsche Leiche zur Ablenkung der Medien

Der Tod des jüdischen Straftäters ist Gegenstand etlicher Verschwörungserzählungen. In einem Dokument aus den jüngst veröffentlichten Akten wird der Abtransport der Leiche zur Gerichtsmedizin beschrieben

 11.02.2026

Jerusalem

Klöckner rät Israel von Einführung der Todesstrafe ab

Die Bundestagspräsidentin betont vor Journalisten Israels Recht auf Selbstverteidigung gegen den Hamas-Terror. Sie spricht aber auch heikle Themen an

 11.02.2026

Muslim-Jewish Leadership Council

Goldschmidt gibt Vorsitz von Dialograt an Schudrich ab

Seit 2016 setzt sich der Muslim Jewish Leadership Council für den Dialog zwischen beiden Religionen ein

 11.02.2026