Wien

Österreichs Außenminister kritisiert Haftbefehle gegen Israelis

Kritisiert die Haager Richter: Alexander Schallenberg (ÖVP) Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire

Österreichs Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat den Erlass von Haftbefehlen gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und den ehemaligen Verteidigungsminister Yoav Gallant scharf kritisiert. Schallenberg nannte die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag auf der Plattform X »völlig unverständlich.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Weiter schrieb er: »Das Völkerrecht ist nicht verhandelbar und gilt überall und zu jeder Zeit. Diese Entscheidung schadet jedoch der Glaubwürdigkeit des Gerichtshofs. Es ist absurd, eine Gleichstellung zwischen Mitgliedern einer demokratisch gewählten Regierung und dem Anführer einer terroristischen Vereinigung herzustellen.«

Der IStGH hatte am Donnerstag auch den bereits vor einiger Zeit von Israel für tot erklärten Hamas-Militärchef mit einem internationalen Haftbefehl wegen des 7. Oktober 2023 und anderer mutmaßlicher Verbrechen belegt. Der Chefankläger beim Haager Gericht, Karim Khan, hatte am 20. Mai die Haftbefehle beantragt.

Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer (ebenfalls ÖVP) traf sich unterdessen am Donnerstag mit Angehörigen israelischer Geiseln, die seit dem 7. Oktober 2023 in der Gewalt der Hamas sind. mth

Nahost

Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans

Seit Tagen greift der Iran in Nahost militärische Ziele an, aber auch Flughäfen, Wohngebiete und Energie-Infrastruktur. Bei ihrer Notfallsitzung spricht die Arabische Liga von »feigen« Attacken

 08.03.2026

Mannheim

Mannheimer SPD-Politikerin tritt nach antisemitischen Facebook-Kommentaren zurück

Melek Hirvali Cizer schrieb, Israel züchte »babyfressende, weltweit Kinder entführende Agenten«

 08.03.2026

Washington

Bericht: USA prüfen Spezialoperation zur Sicherung iranischen Uranbestands

Eine mögliche Mission dieser Art könnte darauf abzielen, 450 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von etwa 60 Prozent zu sichern

 08.03.2026

Berlin

Constantin Schreiber reist aus Israel ab

Aus Sicherheitsgründen verlässt der für Springer SE tätige Reporter den Nahen Osten

 08.03.2026

Berlin

DIG fordert deutsche Unterstützung für Israel und USA im Krieg gegen den Iran

Das »kriegerische antiisraelische Vernichtungsprogramm der Mullahs« sei »theologisch begründet und daher einem politischen Prozess nicht zugänglich«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Der Verhandlungsweg sei schon vor Jahren gescheitert

 08.03.2026

Teheran

Iran hat neuen Obersten Führer: Israel droht Chamenei-Nachfolger

Mojtaba Chamenei (56), Sohn des getöteten Ali Chamenei, gilt als möglicher neuer Revolutionsführer. Bekanntgabe verzögert sich offenbar auch aus Sicherheitsgründen

 08.03.2026 Aktualisiert

Washington/Teheran

US-Geheimdienstbericht: Militärschlag dürfte Irans Führung kaum stürzen

Bereits vor dem Krieg wurden verschiedene Szenarien untersucht – von gezielten Angriffen auf einzelne Führungsfiguren bis hin zu einem umfassenden militärischen Vorgehen gegen die staatlichen Institutionen

 08.03.2026

Berlin

Bundesregierung zieht Personal der Botschaft in Teheran ab

Das Auswärtige Amt zieht aus der Bedrohungslage Konsequenzen

 08.03.2026

Washington

USA intervenieren gegen mögliche Russland-Hilfe für den Iran

Sondergesandter Steve Witkoff kritisiert Moskau dafür, dass es Teheran im Krieg zu unterstützen scheint

 08.03.2026