Meinung

Obamas spitzes Knie

Diesmal lagen die Auguren mit ihren Prognosen richtig. Bei den Zwischenwahlen in Amerika, bei denen eigentlich alles neu gewählt wird, außer dem US-Präsidenten selbst – der Senat, das Repräsentantenhaus, die Gouverneure der meisten amerikanischen Bundesstaaten – haben die Republikaner kräftig abgesahnt. So war es von fast allen vorausgesagt worden. Außerdem wurde korrekt prophezeit, dass jede Menge konservative Graswurzelrevolutionäre vom »Tea Party Movement«, das aus der Wut auf Barack Obama und seine angeblich sozialistische Politik geboren wurde, mit Hilfe der Republikaner in den Kongress gelangen würden. Die linksliberale Regierung wird für die nächsten zwei Jahre innenpolitisch weitgehend blockiert sein. Reformen sind bei den neuen Machtverhältnissen kaum umzusetzen. Das heißt, dass sich Obama und Co. auf das Feld der Außenpolitik konzentrieren werden. Das wiederum könnte bedeuten, dass der Chef der Supermacht den Israelis mit noch spitzerem Knie als bisher auf der Brust lasten wird, um sie zum Abbau von Siedlungen zu bewegen. Es sei denn, alles kommt doch ganz anders. Denn eine echte Herausforderung gilt es zu meistern: Gelingt es dem Westen, den Iran von seinem Atomprogramm abzubringen? Auguren, eine Antwort bitte!

redaktion@juedische-allgmeine.de

New York

Mann schlägt 63-jährige Synagogenbesucherin

Ein 46-jähriger drang am Freitag während des Schabbat-Gottesdienstes in eine Manhattaner Synagoge ein und randalierte dort

 17.08.2026

Nahost

US-Rahmenabkommen mit Iran läuft aus: Was hat es gebracht?

Die Vereinbarung mit dem Iran sollte den Krieg zu einem Ende bringen. Das Mitte Juni auf 60 Tage angelegte Abkommen hielt jedoch nicht lange. Hat US-Präsident Trump damit überhaupt etwas erreicht?

von Jürgen Bätz  17.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026

Terror

Iran bereitet sich auf Ausweitung des Krieges vor

Das Mullah-Regime soll während der 60-tägigen Frist eines mit Washington vereinbarten Memorandums für den Fall eines erneuten militärischen Konflikts vorgesorgt haben

 17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Kairo

Jared Kushner führt Gespräche über Gaza in Ägypten

Der Schwiegersohn von US-Präsident Trump will in Ägypten Fortschritte im seit langem festgefahrenen Friedensplan für den Gazastreifen erzielen

 16.08.2026

Sanaa

Regierungstruppen im Jemen melden 181 Angriffe in 24 Stunden

Mit Drohnen und Raketen attackieren Regierungskräfte Militärstützpunkte und Waffendepots der Huthi-Terrormiliz. Wie weit eskaliert die Lage noch?

 16.08.2026

Teheran

Iran richtet Mann wegen angeblicher Israel-Spionage hin

Die iranische Justiz hat ein weiteres Todesurteil vollstreckt. Menschenrechtler werfen den Behörden vor, die Todesstrafe zur Unterdrückung von Kritik einzusetzen

 16.08.2026

Berlin

Prien: Differenzierte Haltung zu Israel kann ein Wagnis sein

Der Terroranschlag der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 hat Gräben in der Gesellschaft verdeutlicht - und teils auch vertieft. Wer dagegen differenziert argumentiere, habe es oft nicht leicht, sagt Ministerin Prien

 16.08.2026