Antisemitismus

»Null Toleranz«

Israels Botschafter Jeremy Issacharoff Foto: dpa

Israels Botschafter Jeremy Issacharoff hat sich besorgt über Antisemitismus in Deutschland gezeigt. »In den vergangenen Monaten wurden Rabbiner in Deutschland attackiert. Und der Angriff in Halle hat uns alle schockiert. Die Zukunft der Juden in Deutschland treibt mich um«, sagte er dem »Mannheimer Morgen« (Freitag).

Der Aufstieg der AfD als stärkste Oppositionskraft im Bundestag mache ihm besonders Sorgen. Manche Äußerungen von AfD-Politikern seien »absolut inakzeptabel – erst recht nach dem Attentat von Halle«.

geisteshaltung Auch nach 1945 sei der Antisemitismus nicht aus Deutschland verschwunden. Es gebe Gesellschaftsschichten, die noch vor Jahren nicht zugegeben hätten, judenfeindlich zu sein. »Heute trauen sich diese Menschen, ihre Geisteshaltung zu zeigen. Erst kommen die Worte, dann folgen die Taten«, so Issacharoff. Diese Entwicklung sei keine rein deutsche. Es gebe sie etwa auch in den USA. »Wer schon mit seinen Worten Gewalt gegen Juden verherrlicht, muss die volle Härte des Rechtsstaats zu spüren bekommen.«

Als eine mögliche Maßnahme nannte Issacharoff die Ausbildung von Spezialisten bei der Polizei, um alle Formen des Antisemitismus zu erkennen. Dafür brauche man Ressourcen. »Aber wie gesagt: Der entscheidende Faktor im Kampf gegen Judenfeindlichkeit lautet: null Toleranz.«  kna

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026

Berlin

Mutmaßlicher CSD-Täter tot – Bundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Einen Tag nach dem Anschlag am Rande des Berliner CSD ist der mutmaßliche Täter nach Polizeischüssen gestorben. Behörden zufolge hatte er in der Vergangenheit versucht, sich dem IS anzuschließen

 27.07.2026 Aktualisiert

Berlin

CSD-Veranstalter: Anschlag nicht instrumentalisieren

Der Berliner CSD-Verein fordert Solidarität statt Spaltung nach dem Anschlag im Tiergarten. Was die Veranstalter noch betonen

 26.07.2026

Berlin

Wegner lobt nach Anschlag Einsatzkräfte und CSD-Veranstalter

Berlins Regierungschef Wegner hebt das rasche Handeln und das Zusammenspiel nach dem Terroranschlag am Rande des CSD hervor. Worüber er nun in den nächsten Tage sprechen möchte

 26.07.2026

Berlin

Bundeskanzler nennt CSD-Anschlag terroristisch und islamistisch

Nicht nur ein Angriff auf Teilnehmer des Berliner CSD, sondern auch einer gegen Freiheit und Offenheit – Bundeskanzler Merz kündigt an, genau das über Parteigrenzen verteidigen zu wollen

 26.07.2026