Israel/Iran

Nouripour: »Die Solidarität mit Israel darf kein Lippenbekenntnis sein«

Omid Nouripour, Co-Vorsitzender von Bündnis90/Die Grünen Foto: picture alliance/dpa

Grünen-Chef Omid Nouripour hat eine harte Reaktion auf den iranischen Angriff gegen Israel gefordert, zugleich aber vor einer Eskalation gewarnt. »Die Solidarität mit Israel darf kein Lippenbekenntnis sein«, sagte Nouripour am Montagabend im »heute journal« des ZDF. Es sei offensichtlich, dass das Regime im Iran nicht viel anderes als die Sprache der Härte verstehe.

Man dürfe aber die Situation nicht eskalieren: »Härte bedeutet nicht nur Raketen, sondern Härte ist auch, dass wir den Druck erhöhen auf diplomatischem Parkett mit den nächsten harten Sanktionen, die wir verhängen, und vieles andere mehr.«

Nouripour äußerte die Befürchtung, dass eine Eskalation noch nicht abgewendet sei. Auch bei den Menschen im Iran gebe es eine gigantische Angst vor einem größeren Krieg, sagte der im Iran geborene Grünen-Chef. Das Regime zettele das sehr mutwillig an. Es sei offensichtlich, dass es die Eskalationsstufen suche. Dabei spiele es mit dem Feuer.

»Dieses Feuer wäre verheerend für die ganze Region.« Deshalb sei es richtig, dass US-Präsident Joe Biden, Außenministerin Annalena Baerbock und viele andere nach Wegen suchten, damit es nicht so weit komme. Der Druck müsse verstärkt und der Iran auch regional isoliert werden. dpa

Nahost

Wie der Konflikt im Libanon den US-Deal mit Iran gefährdet

Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

von Hans Dahne, Christoph Meyer, Mathis Richtmann  19.06.2026

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

 19.06.2026

Bayreuth

Bayreuther Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun doch stattfinden

Eine Gedenkveranstaltung zum Bayreuther Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Michel Friedman und Charlotte Knobloch zeigen sich entsetzt – jetzt rudert das weltbekannte Opernfestival zurück

 19.06.2026

Washington D.C.

Republikaner kritisieren Trumps Iran-Abkommen ungewöhnlich scharf

»Die Geschichte zeigt, dass es eine außergewöhnlich schlechte Idee ist, Milliarden Dollar an theokratische Verrückte zu geben, die uns ermorden wollen«, sagt Senator Ted Cruz

 19.06.2026

Wahlkampf in Israel

Trump signalisiert Unterstützung für Netanjahu

»Ich werde mir ansehen müssen, wer kandidiert, aber ich mag Bibi sehr«, sagt der amerikanische Präsident

 19.06.2026

Genf

Absage aus Bern: Heute keine USA-Iran-Gespräche

Abkommen unterzeichnet, Treffen abgesagt: Die geplante Gesprächsrunde in der Schweiz findet heute doch nicht statt

 19.06.2026

Bayreuth

Scharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung

Eine Gedenkveranstaltung zum Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Charlotte Knobloch ist entsetzt über die Bayreuther Festspiele

 19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026