Einspruch!

Nicht aufhetzen lassen!

Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster Foto: Thomas Lohnes

In diesen Tagen werden immer mehr Details über die Terroranschläge in Paris bekannt – über die Täter und ihre Hintermänner, über den Club Bataclan, der bis vor Kurzem jüdische Besitzer hatte, über die Band »Eagles of Death Metal«, die Israel unterstützt. Wir wissen immer mehr und haben zugleich immer mehr Fragen. Und unsere eigentliche Frage bleibt unbeantwortet: Wie können wir uns vor diesem Terrorismus schützen, und wie können wir die Terroristen besiegen?

Bataclan Die jüdische Gemeinschaft steht ebenso unter Schock wie die gesamte westliche Welt und natürlich auch Israel. Doch leider haben wir immer bei solchen Anschlägen Anlass zu fragen: Galten sie gerade auch jüdischen Zielen? Sind Juden besonders gefährdet? Bisher ist nicht ganz eindeutig, ob die Terroristen aus antisemitischen Gründen das Bataclan angriffen. Sicher aber ist, dass Juden und Israel zu den Feinden des IS zählen. Daher ist es verständlich, wenn sich jetzt manch einer besorgt fragt, ob mit den muslimischen Flüchtlingen nicht nur ein friedlicher Islam nach Deutschland kommt, sondern auch extremistische Strömungen und Antisemitismus.

Eines der Ziele der Terroristen ist eine nachhaltige Erschütterung der offenen, demokratischen Gesellschaften. Doch ebenso wenig, wie wir uns unsere Freiheit nehmen lassen dürfen, ebenso wenig dürfen sich die Religionen jetzt gegeneinander aufhetzen lassen. Wir müssen zwischen den Muslimen und den islamistischen Terroristen unterscheiden. Gerade die Flüchtlinge dürfen wir nicht unter Generalverdacht stellen.

Denn damit würden wir uns eine große Chance entgehen lassen: die Chance, diese Menschen in unser Wertegefüge zu integrieren. Wir haben am Mitzvah Day diese Chance ergriffen, im Kleinen. Aber viele Mosaiksteine ergeben ein Ganzes. Unsere gesamte Gesellschaft muss sich dieser Aufgabe stellen. Aufeinander zu – das ist der Weg, den wir gehen müssen. Gerade wegen der islamistischen Bedrohung.

Der Autor ist Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Türkei

Exil-Iraner im Glück

Nach dem Tod Chameneis feiern Exil-Iraner in der Türkei die Möglichkeit ihrer Rückkehr. Doch schwingt auch Sorge mit

 01.03.2026

Iran

Iran bestätigt Chameneis Tod und droht mit Vergeltung

Die staatlichen Medien des Iran haben Chameneis Tod bestätigt. Die Angriffe gehen beidseitig weiter - auch auf Golfstaaten

 01.03.2026

USA/Iran

Trump bestätigt: Chamenei ist tot

In Teheran bricht nach Berichten über den Tod von Irans obersten Führer spontan Jubel aus

 28.02.2026

USA

Ist Ajatollah Ali Chamenei noch am Leben? Nun äußert sich Donald Trump

 28.02.2026

Krieg

Explosionen in Tel Aviv. Eine Tote, mehrere Verletzte

Nach einem Raketenangriff aus dem Iran melden Einwohner laute Explosionen in Tel Aviv

 28.02.2026

Israel

Israelische Medien: Chameneis Leiche wurde gefunden

Die Hintergründe

 28.02.2026 Aktualisiert

Jerusalem/Teheran

»Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Tyrann nicht mehr existiert«

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bekanntgegeben, dass Irans Oberster Führer Ali Chamenei bei den Angriffen Israels und der USA getötet wurde

 28.02.2026 Aktualisiert

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  28.02.2026

Krieg

Jubelrufe in Teheran nach Berichten über Chameneis Tod

In Teheran sorgt eine unbestätigte Nachricht für Freudenfeiern. Doch offizielle Bestätigungen fehlen bislang

 28.02.2026