Berlin

»Nicht an AfD-Wahlerfolge gewöhnen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: PR

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl davor, die politischen Erfolge der AfD aus dem Blick zu verlieren.

Erneut sei es der AfD gelungen, in ein Landesparlament einzuziehen. »Es hatte am Sonntag fast den Anschein, als würden die übrigen Parteien und viele Medien dies mit Gleichmut nur noch zur Kenntnis nehmen«, erklärte Schuster am Montag in Berlin: »Wir dürfen uns jedoch an diese Wahlergebnisse nicht gewöhnen.« Die AfD sei »eine Partei der Spaltung, die auf Ausgrenzung und Abwertung von Minderheiten zielt«.

Respekt »Sie vergiftet das politische Klima in unserem Land«, sagte Schuster. Die demokratischen Parteien seien gefordert, um jene AfD-Anhänger zu kämpfen, die diese Partei nur aus Protest oder Frust über die bestehenden Verhältnisse wählen. »Es gilt, unsere demokratischen Werte wie Respekt, Toleranz und Solidarität zu verteidigen und mit Leben zu erfüllen«, sagte der oberste Repräsentant der Juden in Deutschland.

Die AfD hatte am Sonntag an Rhein und Ruhr 7,4 Prozent der Stimmen erreicht. Sie zieht mit 16 Abgeordneten erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein. epd

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Versprechen eingelöst

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026

Nahost

Freunde auf Abstand: Moskau, Peking und der Iran-Krieg

Russland und China sind Partner Irans. Im Krieg greifen beide jedoch nicht ein. Dahinter stehen geopolitisches Kalkül, wirtschaftliche Interessen - aber auch militärische Gründe

von Jörn Petring, Ulf Mauder  04.03.2026

Brüssel

NATO geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus

Zum ersten Mal seit Beginn des Krieges fängt das NATO-Mitglied Türkei eine Rakete aus dem Iran ab. Bislang hat sich Ankara neutral verhalten. Die NATO geht nicht von einem Unfall aus

 04.03.2026

Transatlantischer Streit

Zoff um Iran-Krieg: EU warnt Trump vor Embargo gegen Spanien

Trump droht Madrid wegen mangelnder Unterstützung für den Iran-Krieg mit einem Handelsstopp. Aus Brüssel kommt Widerspruch

 04.03.2026

Streit um Militärbasen

Spanien wirft Merz mangelnden Beistand nach Trump-Kritik vor

Der US-Präsident kritisiert Spanien scharf, der Bundeskanzler bleibt im Weißen Haus zunächst still. Spaniens Außenminister zeigt sich überrascht – und fordert mehr Zusammenhalt von Deutschland

 04.03.2026

Gespräch

»Wir können damit umgehen«

Brigadegeneral Ilan Biton, ehemaliger Chef der israelischen Luftabwehr, über die iranischen Angriffe, Drohnen der Hisbollah und die Effektivität der israelischen Verteidigung

von Detlef David Kauschke  04.03.2026

Meinung

Knaulkorb für den Zentralrat

In einem »taz«-Kommentar von Susanne Knaul wird der Zentralrat der Juden und sein Präsident Josef Schuster aufgefordert, beim Thema Iran »einfach mal die Klappe« zu halten

von Michael Thaidigsmann  04.03.2026