Berlin

»Nicht an AfD-Wahlerfolge gewöhnen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: PR

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, warnt nach der nordrhein-westfälischen Landtagswahl davor, die politischen Erfolge der AfD aus dem Blick zu verlieren.

Erneut sei es der AfD gelungen, in ein Landesparlament einzuziehen. »Es hatte am Sonntag fast den Anschein, als würden die übrigen Parteien und viele Medien dies mit Gleichmut nur noch zur Kenntnis nehmen«, erklärte Schuster am Montag in Berlin: »Wir dürfen uns jedoch an diese Wahlergebnisse nicht gewöhnen.« Die AfD sei »eine Partei der Spaltung, die auf Ausgrenzung und Abwertung von Minderheiten zielt«.

Respekt »Sie vergiftet das politische Klima in unserem Land«, sagte Schuster. Die demokratischen Parteien seien gefordert, um jene AfD-Anhänger zu kämpfen, die diese Partei nur aus Protest oder Frust über die bestehenden Verhältnisse wählen. »Es gilt, unsere demokratischen Werte wie Respekt, Toleranz und Solidarität zu verteidigen und mit Leben zu erfüllen«, sagte der oberste Repräsentant der Juden in Deutschland.

Die AfD hatte am Sonntag an Rhein und Ruhr 7,4 Prozent der Stimmen erreicht. Sie zieht mit 16 Abgeordneten erstmals in den Düsseldorfer Landtag ein. epd

Sachsen-Anhalt

Prominente unterstützen Kampagne gegen AfD-Alleinregierung

Mit Plakaten und einer Bustour will ein Bündnis auf die Folgen einer AfD-geführten Regierung aufmerksam machen. Welche Prominenten die Kampagne unterstützen und was geplant ist

 18.08.2026

Nahost

Trump droht Oman mit Angriff

Der Präsident wird erneut vulgär: »Wenn Oman im Weg steht, werden wir die Scheiße aus ihnen herausbomben«, erklärt er

 18.08.2026

Moskau

Russischer Oppositioneller Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt

Wie begründet die russische Justiz dieses Urteil?

 18.08.2026

FU Berlin

Jüdischer Student legt Berufung ein

Lahav Shapira verlangt, dass seine Hochschule jüdische Studierende vor Diskriminierung schützen muss. Das Verwaltungsgericht Berlin hatte die Klage gegen die Freie Universität abgewiesen

von Mascha Malburg  18.08.2026

Extremismus

Wagenknecht an Höcke: »Warum reden wir nicht mal?«

Seit Tagen liefern sich die BSW-Gründerin und der thüringische AfD-Chef ein Fernduell mit Vorschlägen und Provokationen. Jetzt legt Sahra Wagenknecht nach

 17.08.2026

Israel

Kushner wirbt bei Netanjahu für Gaza-Friedensplan

Trumps Schwiegersohn auf schwieriger Mission: Jared Kushner will einen Kompromiss ausloten, obwohl zwischen Israel und der Hamas bei den Verhandlungen über Gazas Zukunft noch eine tiefe Kluft liegt

 17.08.2026

Studie

AfD nutzt Anfragen zur Stimmungsmache

Kleine Anfragen sind ein Mittel, mit dem besonders Oppositionsparteien Regierungshandeln hinterfragen können. Eine Untersuchung zeigt, dass die AfD dabei eher auf Skandalisierung setzt

 17.08.2026

New York

UN ehrten offenbar getöteten Hamas-Kommandeur

Die Monitoringorganisation »UN Watch« übt heftige Kritik am UN-Generalsekretär António Guterres und an der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock

 17.08.2026

New York

Mann schlägt 63-jährige Synagogenbesucherin

Ein 46-jähriger drang am Freitag während des Schabbat-Gottesdienstes in eine Manhattaner Synagoge ein und randalierte dort

 17.08.2026