Berlin

Neue Infotafel am Gedenkort T4

Denkmal für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Morde in der Nähe der Berliner Philharmonie Foto: imago/epd

An der Berliner Philharmonie erinnert seit Donnerstag wieder eine Informationstafel an die Patienten- und Behindertenmorde der Nationalsozialisten. Die zwischenzeitlich wegen Umbauarbeiten entfernte Tafel steht jetzt in der Nähe des 2014 eingeweihten Gedenkortes für die Opfer der nationalsozialistischen »Euthanasie«-Morde. Bei der Einweihung erinnerte Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) an die Holocaust-Opfer und betonte die Bedeutung der Erinnerungskultur für die Demokratie.

Anlass war der Beginn der »Aktion Reinhardt« vor 80 Jahren, bei der ab 17. März 1942 im besetzten Polen innerhalb von zehn Monaten in Belzec, Sobibor und Treblinka schätzungsweise 1,6 Millionen jüdische Kinder, Frauen und Männer sowie etwa 50.000 Roma durch Dieselmotorabgase ermordet wurden. An den Mordaktionen beteiligten sich auch Mitarbeiter der NS-»Aktion-T4« zur Ermordung von Behinderten.

deckname Der Deckname »Aktion T4« geht zurück auf den Standort der Planungszentrale in der Berliner Tiergartenstraße 4. Dort steht heute die nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Philharmonie. Nach dem offiziellen Abbruch der Tötungen im Rahmen der »Aktion T4« wurden ab Ende 1941 fast 100 »T4«-Männer in das besetzte Polen verlegt, hieß es weiter. Die Ermordung Zehntausender Patienten aus Heil- und Pflegeanstalten sowie »rassisch« und sozial unerwünschter Menschen gilt als das erste systematische Massenverbrechen des NS-Regimes und als Vorstufe des Holocaust.

Roth betonte, die Tafel verweise auf den Zusammenhang zwischen den »Euthanasie«-Morden und der Auslöschung polnischer Juden und Roma. Diese Verbrechen seien »zwar wissenschaftlich erforscht, öffentlich aber kaum bekannt«. epd

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  24.09.2026

Berlin

Jüdische Sozialdemokraten gegen Koalition der SPD mit der Linken

»Schon längst werden wir nicht mehr nur von rechts bedroht«, schreibt Renée Röske, die Vorsitzende des Arbeitskreises

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

New York

Peseschkian vor der UNO: Iran will »Widerstand« fortsetzen

Der Präsident des Terror-Regimes in Teheran beklagt »Aggression und Ungerechtigkeit«. US-Außenminister Rubio kontert ihm

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026