Justiz

Neue Hinweise auf NS-Verbrecher

Akten in der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen Foto: dpa

Baden-Württembergs Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) rechnet damit, dass die Arbeit der Ludwigsburger Zentralstelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen zu neuen Ermittlungsverfahren führen wird.

Die Behörde habe heute im Gegensatz zu früher die Möglichkeit, zum Beispiel Archive in Russland, Brasilien, Peru und Ecuador auszuwerten. Von dort seien »neue Erkenntnisse« zu erwarten, sagte Stickelberger am Mittwoch im Südwestrundfunk (SWR).

Konzept Wenn die Ludwigsburger Ermittlungen einmal ausliefen, weil der Täterkreis ausgestorben sei, brauche das Haus ein anderes Konzept, müsse aber erhalten bleiben, sagte Stickelberger.

Die 1958 gegründete Zentralstelle solle sich dann auf die historische Aufarbeitung der NS-Verbrechen konzentrieren und »zu pädagogischen Zwecken« ausgebaut werden. Die Stätte zu schließen, wäre dagegen auch international ein »falsches Signal«.

Mit der Zukunft der Ludwigsburger Behörde wollte sich am Mittwoch die Justizministerkonferenz der Länder beschäftigen. Baden-Württemberg hat in diesem Jahr den Vorsitz. epd

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