Vatikanische Archive

Neue Aktenfunde zu Pius XII.

Pius XII. (bürgerlicher Name: Eugenio Pacelli) war von 1939 bis zu seinem Tod 1958 Papst. Foto: imago

Papst Pius XII. (1876–1958) soll neuen Aktenfunden zufolge genauer über den Holocaust informiert gewesen sein als bislang bekannt.

Wie die Hamburger Wochenzeitung »Die Zeit« unter Bezug auf Recherchen des Kirchenhistorikers Hubert Wolf mithilfe der vatikanischen Archive berichtet, hätten ihm im September 1942 seine Mitarbeiter einen Bericht des amerikanischen Botschafters beim Vatikan, Myron Charles Taylor, über die Gräueltaten der Deutschen vorgelegt.

konzentrationslager Konkret sei es in dem Bericht an Pius XII. um die Liquidierung des Warschauer Ghettos und die Verschleppung Hunderttausender Menschen in Konzentrationslager gegangen.

Papst Franziskus hatte die Vatikanarchive mit Dokumenten aus dem Pontifikat von Papst Pius XII., mit bürgerlichem Namen Eugenio Pacelli, Anfang März öffnen lassen.

Historiker hatten in der Vergangenheit wiederholt die Öffnung der Archive gefordert, um das umstrittene Verhalten des Pacelli-Papstes im Umgang mit den Nationalsozialisten erforschen zu können. Der deutsche Schriftsteller Rolf Hochhuth löste 1963 mit der Veröffentlichung seines Theaterstücks Der Stellvertreter über Pius XII. eine anhaltende Kontroverse über den Papst aus.  epd

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