Stutthof-Prozess

Nebenklage-Vertreter für Urteil mit Signalwirkung

Prozess am Hamburger Landgericht Foto: picture alliance/dpa

Im Hamburger Prozess gegen einen ehemaligen Wachmann im KZ Stutthof haben Vertreter der Nebenkläger ein Urteil mit Signalwirkung gefordert.

»Die Verteidigung unserer freiheitlichen Rechtsordnung erfordert ein solches Urteil, sagte am Dienstag der Rechtsanwalt Christoph Rückel in seinem Plädoyer.

antrag Der 93 Jahre alte Angeklagte sollte entsprechend dem Antrag von Staatsanwalt Lars Mahnke verurteilt werden. Dieser hatte am Montag eine dreijährige Jugendstrafe wegen Beihilfe zum 5230-fachen Mord gefordert.

Der 93-Jährige hatte zum Auftakt des Verfahrens im Oktober vergangenen Jahres eingeräumt, dass er vom 9. August 1944 bis zum 26. April 1945 Wachmann im KZ Stutthof bei Danzig war.

Allerdings sei er das nicht freiwillig gewesen und er habe nie von seiner Waffe Gebrauch gemacht. Weil er damals erst 17 bis 18 Jahre alt war, findet der Prozess vor einer Jugendstrafkammer statt.

Gaskammer Die Morde in Stutthof seien nicht im Geheimen verübt worden, sagte Rückel. Der Angeklagte habe von der Gaskammer gewusst und die extrem schweren Lebensbedingungen der Gefangenen gesehen.

Durch seinen Wachdienst habe er an der Mordmaschinerie der SS mitgewirkt. Rückel zitierte den Spruch: «Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.» dpa

Teheran

Irans Außenminister behauptet, Israel wolle USA in Krieg ziehen

Irans Außenminister wirft Israel vor, die USA in einen Krieg zu locken. Was steckt hinter seinen Worten?

 14.01.2026

Kairo

Hamas-Gespräche über zweite Phase im Friedensplan für Gaza

Die Terrororganisation schickt eine Delegation nach Ägypten, um über die Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens mit Israel zu verhandeln

 14.01.2026

Brüssel

Umgang mit Irans Revolutionsgarden spaltet EU

Die Bundesregierung wirbt in der EU für eine Terror-Listung der iranischen Revolutionsgarden. Eine Sitzung in Brüssel sorgt aber eher für Ernüchterung

 14.01.2026

Hessen

Brandanschlag auf Gießener Synagoge: Was bislang bekannt ist

Ein 32-jähriger Mann hat am Dienstag vor der Beith-Jaakov-Synagoge einen Papiercontainer in Brand gesetzt und den Hitlergruß gezeigt. Die Jüdische Gemeinde zu Gießen vermutet einen antisemitischen Hintergrund

von Michael Thaidigsmann  14.01.2026

Thüringen

Juden fordern klare Haltung zu Iran-Protesten

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde in Thüringen, Reinhard Schramm, zeigt sich solidarisch mit den Demonstranten im Iran und wirbt für deren Unterstützung

 14.01.2026

Teheran

Irans Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzüge

Im Iran kehrt nach den Massenprotesten wieder mehr Ruhe ein. Die politische Führung mobilisiert Anhänger für Trauerzeremonien für getötete Sicherheitskräfte

 14.01.2026

Frankreich

Macron empört über Schulbuch-Formulierung zum 7. Oktober

Eine Publikation des renommierten Verlags Hachette sorgt in Frankreich für Wirbel. Jetzt hat sich auch der französische Staatspräsident in die Debatte eingeschaltet

 14.01.2026

Berlin

Demonstranten entfernen Flagge der iranischen Botschaft

Seit Ende Dezember gibt es anhaltende Proteste im Iran. Menschenrechtsorganisationen berichten von Tausenden Toten. In Berlin drangen Personen auf das Gebiet der Botschaft ein

 14.01.2026

Berlin

Grüne Woche: Welche Rolle spielte die Messe im Nationalsozialismus?

Die Landwirtschaftsmesse hat sich in den 100 Jahren ihres Bestehens verändert. Wie sie zu ihrem Namen kam und welche Rolle sie in Nazi-Deutschland spielte

von Matthias Arnold  14.01.2026