Corona-Pandemie

»Nachdenken wäre besser als Querdenken«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: picture alliance/dpa

»Aggression und Hetze« haben laut dem Präsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, während der Corona-Pandemie zugenommen. Und dies ausgerechnet durch Menschen, die sich als Querdenker bezeichnen, sagte Schuster der »Augsburger Allgemeinen« (Dienstag). Er forderte mehr Anstrengungen gegen gesellschaftliche Verrohung: »Für die nahe Zukunft wünsche ich mir etwas, was im ersten Moment altmodisch klingt: Respekt und Anstand.«

MINDERHEITEN Es sei an der Zeit, dass die immer stärker verbreitete Herabsetzung von Menschen wieder aufhört, sagte Schuster: »Ob im Sportverein oder in der Kneipe, ob in der Bahn oder im Internet«, dies treffe vor allem Minderheiten: »Juden, Muslime, homosexuelle oder behinderte Menschen, häufig aber auch Frauen.«

Hass schlage überdies oft Polizisten, Feuerwehrleuten oder Rettungssanitätern entgegen, »ausgerechnet jenen Menschen, die für unsere Sicherheit und Gesundheit den Kopf hinhalten«.

Der Zentralratsräsident sagte der Zeitung: »Nachdenken wäre besser als Querdenken«. Die Menschen sollten sich alle wieder an die Regel erinnern: »Was dir selbst zuwider ist, das tue deinem Nächsten nicht an.« epd

Potsdam

Antisemitismusbeauftragter erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf Büttners Grundstück in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026

Nahost

Israel beklagt Toten nach Hisbollah-Drohnenangriff

Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums ist tot. In Nordisrael wächst der Unmut über die Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon

 29.04.2026

Nahost

USA verschärfen Druck auf Iran, Trump setzt auf lange Blockade

Der US-Präsident lässt mehrere Optionen prüfen. Zugleich verhängt seine Regierung neue Sanktionen gegen mutmaßliche Finanznetzwerke Teherans

 29.04.2026

New York

Altkanzler Scholz mit Leo-Baeck-Medaille ausgezeichnet

Bundeskanzler Friedrich Merz kassiert nach seiner Kritik am US-Vorgehen im Iran heftige Kritik. US-Präsident Trump zürnt. Altbundeskanzler Scholz beschwichtigt

 29.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert