Antisemitismus-Debatte

Nach Protest: Precht gibt Professur auf

Richard David Precht Foto: picture alliance / SULUPRESS.DE

Der Autor und Philosoph Richard David Precht hat nach den gegen ihn erhobenen Antisemitismus-Vorwürfen seine Honorarprofessur an der Universität Lüneburg aufgegeben. Precht habe am vergangenen Wochenende gegenüber der Universitätsleitung seinen sofortigen Rückzug von der Professur erklärt, teilte die Universität am Montag mit.

»Die Universitätsleitung respektiert diese Entscheidung und dankt Herrn Precht für sein großes Engagement und seine über viele Jahre hinweg für die Universität geleistete Arbeit.«

Im Podcast »Lanz und Precht« vom 13. Oktober hatte Precht behauptet, orthodoxen Juden sei es aus religiösen Gründen untersagt, zu arbeiten - »außer ein paar Dinge wie Diamanthandel und Finanzgeschäfte«. In einer fünf Tage später veröffentlichten Folge des Podcasts stellte er gemeinsam mit ZDF-Moderator Markus Lanz klar, dass dies nicht den Fakten entspricht, und bat um Entschuldigung.

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Das Lüneburger Studierendenparlament (StuPa) hatte nach den Vorwürfen die Universitätsleitung aufgefordert, jegliche Kooperation mit Precht mit sofortiger Wirkung zu beenden. Die Uni solle sich öffentlich zum Status der Honorarprofessur äußern, heißt es in dem auf Instagram verbreiteten Beschluss. epd

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