Hagen

Nach Anschlagsplänen auf Synagoge: Anklage gegen 17-Jährigen

Einsatzkräfte der Polizei vor der Hagener Synagoge, September 2021 Foto: picture alliance/dpa

Ein 17-Jähriger ist wegen Plänen für einen schweren Anschlag auf die Synagoge in Hagen angeklagt worden. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Der damals 16 Jahre alte Syrer war Mitte September festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Die Polizei war am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem Großeinsatz zur Synagoge ausgerückt, um sie zu bewachen. Nach früheren Informationen der Ermittler soll der Verdächtige über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen gehabt haben. Den Mann mit dem Kampfnamen Abu Harb soll er um Informationen für den Bau einer Bombe gebeten und diese auch erhalten haben.

planung Wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte, wird dem Jugendlichen vorgeworfen, sich zwischen dem 17. und 29. August zur »Begehung eines Attentats« instruiert haben zu lassen. Wie die »Westfalenpost« und die »Bild«-Zeitung übereinstimmend berichten, stützen die Ermittler ihre Anklage unter anderem auf den besagten Chat mit Abu Harb. Dem habe der Jugendliche auch ein Luftbild der Synagoge mit einer roten Markierung verschickt. Abu Harb habe den Jugendlichen für die Planung gelobt: Viele würden sterben und Autos brennen.

Nach früheren Informationen der Ermittler soll der Verdächtige über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen gehabt haben.

Laut »Westfalenpost« schickte Abu Harb zudem eine Einkaufsliste für den Bombenbau – unter anderem mit drei Kilo einer Chemikalie, einem Kilo Schwefel und zwei Kilo Alufolie. Der Jugendliche habe sich daraus einen Sprengstoffgürtel bauen wollen.

Die Generalstaatsanwaltschaft kündigte für den Verlauf des Dienstags eine Pressemitteilung an. Der Verteidiger des Jugendlichen sagte der »Bild«-Zeitung: »Wir werden im Prozess darlegen und präzisieren, dass zu keiner Zeit ein Anschlag geplant war.« dpa

Berlin

DIG warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

»Verhindern Sie es«, fordert Cerstin Richter-Kotowski von den Grünen und der SPD

 22.09.2026

Linken-Bundestagsabgeordneter Ferat Koçak

Berlin

Chat mit Clan: Linke-Politiker zieht sich vorerst zurück

Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak hatte Chatkontakt mit einem Mitglied der Familie Remmo. Das bezeichnet er selbst als Fehler. Damit ist die Sache aber noch nicht ausgestanden

 22.09.2026

Berlin/Schwerin

Presseschau: Politische Ränder gewinnen Landtagswahlen

Medienreaktionen auf die Abstimmungen in der Bundeshauptstadt und in Mecklenburg-Vorpommern

 22.09.2026

Berlin

Michel Friedman warnt SPD und Grüne vor Koalition mit der Berliner Linken

»Wenn die SPD und die Grünen mit dieser Linken koalieren, die antisemitische Linksextremisten und Islamisten toleriert, dann ist ihre Glaubwürdigkeit zutiefst erschüttert«, sagt der Publizist

 22.09.2026

Linken-Bundestagsabgeordneter Ferat Koçak

Berlin

Grünen-Fraktionschefin empfiehlt der Linkspartei Ausschluss von Ferat Koçak

Dröge: Koçak hat wiederholt an Veranstaltungen teilgenommen, bei denen antisemitische, Terror verherrlichende Menschen aufgetreten sind

 22.09.2026

Berlin-Wahl

Klöckners Gretchenfrage: »Wie haltet ihr es mit dem Antisemitismus?«

Die CDU-Politikerin und Bundestagspräsidentin hat SPD und Grüne auf Instagram aufgefordert, in Berlin keine Koalition mit der Linkspartei einzugehen. Ansonsten werde das »Nie wieder« zur Farce

 22.09.2026

Glosse

Ein Clan-Chef als Antisemitismusbeauftragter!

Warum Issa Remmo der »Linken« offiziell Persilscheine ausstellen und Arafat Abou-Chaker neuer Polizeipräsident in Berlin werden sollte

von Ayala Goldmann  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Berlin

Gericht erlaubt Extremismus-Einstufung von »Jüdischer Stimme« wieder

Das Berliner Verwaltungsgericht hatte eine Extremismus-Einstufung des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« zunächst gestoppt. Das Oberverwaltungsgericht sieht es aber anders

 22.09.2026