EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 47 Sitze

Hagen

Nach Anschlagsplänen auf Synagoge: Anklage gegen 17-Jährigen

Einsatzkräfte der Polizei vor der Hagener Synagoge, September 2021 Foto: picture alliance/dpa

Ein 17-Jähriger ist wegen Plänen für einen schweren Anschlag auf die Synagoge in Hagen angeklagt worden. Ihm wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Der damals 16 Jahre alte Syrer war Mitte September festgenommen und in Untersuchungshaft genommen worden. Die Polizei war am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu einem Großeinsatz zur Synagoge ausgerückt, um sie zu bewachen. Nach früheren Informationen der Ermittler soll der Verdächtige über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen gehabt haben. Den Mann mit dem Kampfnamen Abu Harb soll er um Informationen für den Bau einer Bombe gebeten und diese auch erhalten haben.

planung Wie der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte, wird dem Jugendlichen vorgeworfen, sich zwischen dem 17. und 29. August zur »Begehung eines Attentats« instruiert haben zu lassen. Wie die »Westfalenpost« und die »Bild«-Zeitung übereinstimmend berichten, stützen die Ermittler ihre Anklage unter anderem auf den besagten Chat mit Abu Harb. Dem habe der Jugendliche auch ein Luftbild der Synagoge mit einer roten Markierung verschickt. Abu Harb habe den Jugendlichen für die Planung gelobt: Viele würden sterben und Autos brennen.

Nach früheren Informationen der Ermittler soll der Verdächtige über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt mit einem mutmaßlichen IS-Terroristen gehabt haben.

Laut »Westfalenpost« schickte Abu Harb zudem eine Einkaufsliste für den Bombenbau – unter anderem mit drei Kilo einer Chemikalie, einem Kilo Schwefel und zwei Kilo Alufolie. Der Jugendliche habe sich daraus einen Sprengstoffgürtel bauen wollen.

Die Generalstaatsanwaltschaft kündigte für den Verlauf des Dienstags eine Pressemitteilung an. Der Verteidiger des Jugendlichen sagte der »Bild«-Zeitung: »Wir werden im Prozess darlegen und präzisieren, dass zu keiner Zeit ein Anschlag geplant war.« dpa

Magdeburg

CDU-Abgeordnete sollten eidesstattliche Erklärung unterschreiben

Seit der Wahl eines AfD-Politikers zum Landtagspräsidenten steht der Verdacht im Raum, Stimmen könnten aus der CDU gekommen sein. Wie die Fraktion damit umgeht

 28.10.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor linksextremen Einflüssen

Für Samstag hat die Initiative Gen Z regelt deutschlandweit zu Protesten für Bildung und soziale Gerechtigkeit aufgerufen. Aus Sorge vor Ausschreitungen beobachten die Behörden die Lage genau

 28.10.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragte: »Jude« darf kein Schimpfwort sein

Katharina von Schnurbein tritt heute die Nachfolge von Felix Klein in der Bundesregierung an. Ihr erklärtes Ziel klingt einfach

 28.10.2026

Belgrad

Serbien: Anschlag auf Polizisten vor israelischer Botschaft

Erneut wird ein Wachbeamter vor der israelischen Botschaft angegriffen. Der Vorfall weckt Erinnerungen - welche Sicherheitsmaßnahmen die Behörden jetzt ergreifen

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump reklamiert Anteil an Netanjahus überraschend starkem Wahlergebnis

»Als meine Unterstützung bekannt wurde, hat ihm das sehr geholfen«, sagt der amerikanische Präsident

 28.10.2026

Analyse

Die Wahl bringt keinen klaren Sieger hervor - was nun?

Die Wahlbeteiligung war mit 77,7 Prozent die höchste seit mehr als einem Vierteljahrhundert. Doch die richtungsweisende Wahl in Israel ergab zunächst kein klares Ergebnis. Wie geht es jetzt weiter?

von Sara Lemel  27.10.2026

Debatte

Linke vertagt Entscheidung um Vanessa Emde

Die Berliner Linke ringt seit Wochen um den richtigen Umgang mit einer israelfeindlichen Abgeordneten. Nach einer Fraktionssitzung wurde wieder keine Lösung präsentiert

 27.10.2026

Berlin

Volker Beck zur Wahl: Regierungswechsel wäre gut für Israel

Der Urnengang entscheidet über die politische Zukunft von Benjamin Netanjahu. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft argumentiert, der Regierungschef habe viel Vertrauen verspielt

 27.10.2026

Beate Zschäpe im Jahr 2021 in ihrem Prozess

Rechtsextremismus

Gericht: NSU-Terroristin Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben

Beate Zschäpe wollte vorzeitig aus der Haft entlassen werden. Das Gericht sagt Nein. Doch die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig

von Christoph Trost  27.10.2026