Terror

Münchner Olympia-Attentat: IOC-Chef Bach reist nach Israel  

IOC-Präsident Bach Foto: dpa

IOC-Präsident Thomas Bach wird am 21. September in Tel Aviv an der Gedenkveranstaltung für die Opfer des Attentats bei den Olympischen Spielen in München teilnehmen. Das Internationale Olympische Komitee bestätigte am Sonntag, dass Bach eine Einladung des Nationalen Olympischen Komitees Israels angenommen hat.

Bei dem Anschlag palästinensischer Terroristen waren vor 50 Jahren elf israelische Athleten, Trainer und Kampfrichter während der Sommerspiele ermordet worden.

Zur ersten nationalen Gedenkveranstaltung an die Opfer von München werden auch der israelische Staatspräsident Isaac Herzog, die Familien der Opfer und die Überlebenden erwartet, hieß es in einer Mitteilung des NOK des Landes. Für den deutschen IOC-Präsidenten Bach ist es die erste Reise nach Israel.

»Mit seiner Entscheidung, nach Israel zu kommen, bringt Präsident Bach die Bedeutung des Gedenkens an die elf Mitglieder der israelischen Delegation bei den Olympischen Spielen in München für das Internationale Olympische Komitee zum Ausdruck«, erklärte Israels NOK-Präsident Yael Arad. »Ich bin stolz auf seine Entscheidung, uns in diesen schicksalhaften und wichtigen Tagen für den israelischen Sport in Israel zu besuchen.« dpa

Hintergrund

Wenn Juden- und Israelfeindlichkeit Extremisten aller Couleur vereint

Der Verfassungsschutzbericht 2025 verdeutlicht einmal mehr: Antisemitismus und Antizionismus sind der Bindekitt zwischen ansonsten inkompatiblen extremistischen Strömungen

von Michael Thaidigsmann  01.07.2026

Meinung

Warum Hessens Vorstoß mit der Meinungsfreiheit vereinbar ist

Die Landesregierung will die Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen. Mit einer veränderten Begründung und anderen leichten Modifikationen wäre der umstrittene Entwurf grundgesetzkonform

von Fiete Kalscheuer  01.07.2026

Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Die Zahl der Extremisten in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz weiter gestiegen. Dafür macht das Komitee vor allem die AfD verantwortlich

 01.07.2026

Kommentar

»Eigentlich habe ich noch nie mit einem Juden gesprochen«

Als Antisemitismusbeauftragter jüdisch zu sein ist kein Manko. Im Gegenteil: Es braucht an deutschen Universitäten mehr jüdische Beauftragte

von Guy Katz  30.06.2026

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026