Fussball

Morddrohungen in der Kreisklasse

Das ganze Match über wurden Makkabi-Spieler mit Beleidigungen provoziert. Foto: Alexander Stein

Beim Kreisliga-Spiel zwischen dem TuS Makkabi und dem 1. FC Neukölln ist es am Sonntag zu judenfeindlichen Attacken gekommen. Bereits zum wiederholten Mal wurde die dritte Männermannschaft des TuS Makkabi damit das Opfer von Angriffen.

Das Spiel auf der Julius-Hirsch-Sportanlage im Stadtteil Eichkamp wurde in der Nachspielzeit beim Stand von 2:0 für Makkabi vom Schiedsrichter abgebrochen. Das ganze Match über, so berichten Augenzeugen, wurden Makkabi-Spieler mit Beleidigungen provoziert. Meist wurde Bezug auf die sogenannte Messer-Intifada genommen, die derzeit Israel erschüttert.

Sprüche wie »Ich stech dich ab« oder »Dich schlitze ich auf«, waren von Beginn an zu hören. Dem Vernehmen nach waren es vor allem arabischstämmige Spieler des 1. FC Neukölln, die sich so äußerten. Deutsche und ein afrikanischer Spieler seien nicht negativ aufgefallen.

rote karte Gegen Ende des Spiels zeigte der Schiedsrichter einem Neuköllner die Rote Karte, weil der einem Makkabi-Kicker einen Faustschlag verpasst hatte. Nach dem Spielabbruch liefen die Makkabi-Spieler in ihre Kabine. Einer der Neuköllner soll demonstrativ ein T-Shirt mit der Aufschrift »I love Palestine« übergezogen haben.

Gewarnt durch die Kurzmitteilung einer Zuschauerin draußen, blieben die Makkabi-Spieler noch eine Weile in ihrer Kabine, denn davor hatte ihnen die gegnerische Mannschaft aufgelauert.

Erst Ende August war die dritte Mannschaft des TuS Makkabi Opfer antisemitischer Beleidigungen geworden. Beim Kreisligaspiel gegen BFC Meteor 06 beleidigte ein Spieler des Weddinger Klubs die Fußballer des jüdischen Vereins. »Wegen erwiesener rassistischer Verfehlungen in mindestens einem Fall« bestrafte das Sportgericht des Berliner Fußballverbandes Meteor und sperrte den betreffenden Spieler bis 2017. ja

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