Bahlsen

Lehren aus Zwangsarbeiter-Debatte ziehen

Süßer Keks, bittere Geschichte: Das Hannoveraner Unternehmen lässt seine Firmenhistorie aufarbeiten Foto: dpa

Die Eigentümerfamilie der Bahlsen-Keksdynastie will Konsequenzen aus der Debatte um Zwangsarbeiter bei dem Unternehmen im Zweiten Weltkrieg ziehen. »Die Geschichte der Zwangsarbeiter bei Bahlsen nicht aufzuarbeiten, war ein Fehler – wir haben daraus gelernt«, erklärte Werner M. Bahlsen.

HAnnover Kurz vor dem 130-jährigen Bestehen des Unternehmens aus Hannover am 1. Juli betonte er: »Wir möchten nicht nur wissen, was damals passiert ist, sondern auch darüber sprechen, welche Lehren wir daraus ziehen.«

Es gehe bei der eingeleiteten Aufklärung auch um die Frage nach den Werten eines verantwortlichen Unternehmertums sowie die Aufstellung der Gruppe für die Zukunft. »All das sind Fragen, mit denen sich besonders auch Verena intensiv auseinandersetzt«, betonte Bahlsen mit Blick auf seine Tochter.

Diskussionen Deren Äußerungen hatten heftige Diskussionen über die Behandlung von Bahlsen-Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Die externe und unabhängige Aufarbeitung der Unternehmenshistorie laufe an – alles werde dabei auf den Tisch kommen. Feiern zum 130-jährigen Firmenbestehen wird es nicht geben.

Verena Bahlsen hatte der »Bild« auf eine Frage nach den damaligen Zwangsarbeitern bei Bahlsen gesagt: »Das war vor meiner Zeit, und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt.«

Soziale Medien Die Bemerkung hatte nicht nur in sozialen Medien empörte Reaktionen hervorgerufen. Kurz danach hat Bahlsen sich für ihre Äußerungen entschuldigt und von einem Fehler gesprochen. dpa

Steffen Krach, SPD-Spitzenkandidat bei der Abgeordnetenhauswahl 2026

Berlin

SPD-Vorstand beschließt Mitgliedervotum zu Koalitionsvertrag

Noch haben die Koalitionsverhandlungen in Berlin nicht begonnen. Klar ist aber schon, dass die Basis der drei potenziellen Regierungspartner eng eingebunden werden soll

 30.10.2026

Friedens-Mission

Woidke lobt Pferdetreck nach Jerusalem als Friedenszeichen

Sechs Monate und mehr als 3.500 Kilometer Reise durch acht Länder: Der Friedenstreck nach Jerusalem im vergangenen Jahr musste viele Hindernisse überwinden

 30.10.2026

Meinung

Elif Eralp und der »Spiegel«: Alles nur eine böse rechte Kampagne!

Die Spitzenkandidatin der Linken in Berlin offenbart aus Versehen ihre Angst vor dem Umfeld der eigenen Partei – und entlarvt den Vorwurf, Opfer einer Kampagne zu sein

von Wiebke Hollersen  30.10.2026

Iran-Krieg

Katarische Unterhändler in Teheran zu Gesprächen

Inmitten von Spannungen und Angriffen auf Schiffe in der Straße von Hormus mehren sich diese Woche diplomatische Besuche im Iran. Jetzt sind Vertreter aus Katar eingetroffen

 30.10.2026

Wahl in Israel

Josef Schuster: Regierungswechsel in Israel könnte förderlich sein

Äußerungen rechtsradikaler Minister in Israel sind nicht akzeptabel, sagt der Präsident des Zentralrats der Juden. Was ein möglicher Regierungswechsel im Land für die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten könnte

von Leticia Witte  30.10.2026

SPIEGEL-Affäre

Eralp zu Angst-Eingeständnis: Nehme Rat von Behörden ernst

Mit schriftlichen Anmerkungen zu einem Interview sorgt die Berliner Linken-Frontfrau für Aufsehen. Nun bezieht sie selbst Stellung - und führt ihr Handeln auf den Rat der Sicherheitsbehörden zurück

 30.10.2026

Berlin

Thorsten Frei fordert Abbruch der Koalitionsverhandlungen mit Linken

»Wer in den eigenen Reihen die Zusammenarbeit mit Hamas-Sympathisanten duldet, kann nicht glaubwürdig Verantwortung für die Sicherheit von Millionen Berlinern übernehmen«, so der Fraktionschef der Bundestagsunion

 30.10.2026

Debatte

Nach Eralp-Veröffentlichung: Jetzt meldet sich der »Spiegel« zu Wort

 30.10.2026

Rheinland-Pfalz

CDU, SPD und Grüne fordern Schulterschluss gegen Antisemitismus

Nachdem in einem Brief an die Jüdische Gemeinde Speyer gedroht wurde, die Synagoge in die Luft zu sprengen, wollten die Fraktionen ein Zeichen setzen

 30.10.2026