Bahlsen

Lehren aus Zwangsarbeiter-Debatte ziehen

Süßer Keks, bittere Geschichte: Das Hannoveraner Unternehmen lässt seine Firmenhistorie aufarbeiten Foto: dpa

Die Eigentümerfamilie der Bahlsen-Keksdynastie will Konsequenzen aus der Debatte um Zwangsarbeiter bei dem Unternehmen im Zweiten Weltkrieg ziehen. »Die Geschichte der Zwangsarbeiter bei Bahlsen nicht aufzuarbeiten, war ein Fehler – wir haben daraus gelernt«, erklärte Werner M. Bahlsen.

HAnnover Kurz vor dem 130-jährigen Bestehen des Unternehmens aus Hannover am 1. Juli betonte er: »Wir möchten nicht nur wissen, was damals passiert ist, sondern auch darüber sprechen, welche Lehren wir daraus ziehen.«

Es gehe bei der eingeleiteten Aufklärung auch um die Frage nach den Werten eines verantwortlichen Unternehmertums sowie die Aufstellung der Gruppe für die Zukunft. »All das sind Fragen, mit denen sich besonders auch Verena intensiv auseinandersetzt«, betonte Bahlsen mit Blick auf seine Tochter.

Diskussionen Deren Äußerungen hatten heftige Diskussionen über die Behandlung von Bahlsen-Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg ausgelöst. Die externe und unabhängige Aufarbeitung der Unternehmenshistorie laufe an – alles werde dabei auf den Tisch kommen. Feiern zum 130-jährigen Firmenbestehen wird es nicht geben.

Verena Bahlsen hatte der »Bild« auf eine Frage nach den damaligen Zwangsarbeitern bei Bahlsen gesagt: »Das war vor meiner Zeit, und wir haben die Zwangsarbeiter genauso bezahlt wie die Deutschen und sie gut behandelt.«

Soziale Medien Die Bemerkung hatte nicht nur in sozialen Medien empörte Reaktionen hervorgerufen. Kurz danach hat Bahlsen sich für ihre Äußerungen entschuldigt und von einem Fehler gesprochen. dpa

Russland

Kreml: Putin erhält Einladung in Gaza-»Friedensrat«

In der Ukraine führt der Kremlchef Krieg, in den »Friedensrat« von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen ist er dennoch eingeladen worden. Moskau erklärt, was es davon hält

 19.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit palästinensischer Terror-Unterstützerin

Die Hintergründe

 19.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Bericht: Trump-Regierung prüft Asyl für britische Juden

Großbritannien sei »kein sicherer Ort mehr für Juden«, sagt Donald Trumps persönlicher Anwalt Robert Garson gegenüber »The Telegraph«

 19.01.2026

Proteste im Iran

USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

Ein Schlag gegen das Mullah-Regime steht für Washington weiterhin im Raum

 19.01.2026

Miami

Pam Bondi kündigt hartes Vorgehen gegen Antisemitismus an

»Die Zeiten, in denen Juden schikaniert werden konnten, sind vorbei«, sagt die amerikanische Justizministerin

 19.01.2026

Teheran

Hacker kapern iranisches TV und senden Erklärung von Reza Pahlavi

»Euch bleibt nicht mehr viel Zeit. Schließt euch so schnell wie möglich dem Volk an«, sagt der Kronprinz Angehörigen des Militärs

 19.01.2026

Berlin

Senat warnt: Verfassungsfeinde erreichen mit israelfeindlichen Posts auch Heranwachsende

Es geht auch um »verfassungsrelevante« Propaganda israelfeindlicher Linksextremisten und Islamisten, so die Senatsinnenverwaltung

 19.01.2026

Nahost

Staatschefs zum »Gaza-Friedensrat« eingeladen

Der »Friedensrat« ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza

 17.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  16.01.2026