Berlin

Mittel für Bekämpfung von Antisemitismus werden aufgestockt

Polizisten stehen nach dem Brandanschlag auf die jüdische Gemeinde Kahal Adass Jisroel vor der Synagoge in Berlin. Foto: picture alliance/dpa

CDU und SPD wollen im Land Berlin mehr Mittel für jüdisches Leben, Integration, Bildung und für die Bekämpfung von Antisemitismus sowie Jugendgewalt bereitstellen. Die Fraktionsspitzen im Abgeordnetenhaus hätten sich darauf geeinigt, mehr als 25 Millionen Euro zusätzlich für Schutz und Stärkung des jüdischen Lebens sowie gegen Antisemitismus auszugeben, teilte die SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus am Montag auf Anfrage mit. Zuerst hatte der RBB berichtet.

Mehr als 30 Millionen Euro zusätzlich sollen demnach für Partizipation und Integration sowie Maßnahmen gegen Rassismus zur Verfügung gestellt werden. Weitere 20 Millionen Euro sollen in einen Fonds für Projekte zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie 30 Millionen Euro in Religions- und Weltanschauungsunterricht fließen.

Vor dem Hintergrund der Krawalle in der letzten Silvesternacht sollen weitere 42 Millionen Euro für die freie Jugendarbeit und Jugendfreizeiteinrichtungen bereitgestellt werden. Die Mittel für freie Schulen werden demnach um 40 Millionen Euro aufgestockt. Für Kultureinrichtungen sollen den Angaben zufolge weitere 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Saubere und inklusive Spielplätze, Parks und Erholungsanlagen sollen mit 36 Millionen Euro zusätzlich finanziert werden.

Nach den anstehenden Beratungen in den Ausschüssen soll der Landeshaushalt im Dezember vom Abgeordnetenhaus beschlossen werden.

Vor den von den beiden Fraktionen beschlossenen Aufstockungen betrug er rund 39 Milliarden Euro für 2024 und über 40 Milliarden Euro für 2025. epd

Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

 03.03.2026

Nahost

Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

 03.03.2026

Berlin

CSU-Landesgruppenchef: »Alles besser als dieses Regime«

Gegen den israelisch-amerikanischen Iran-Krieg werden auch viele Einwände wegen einer fehlenden völkerrechtlichen Grundlage laut. Von der CSU kommt Widerspruch

 03.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Israel greift Gremium zur Wahl von Chamenei-Nachfolger an

In dem angegriffenen Gebäude in der Stadt Qom sollen sich ranghohe Geistliche zur Beratung versammelt haben. Unklar ist bisher, wer genau vor Ort war

 03.03.2026

Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Der Israel-Jacobson-Preis zeichnet alle zwei Jahre Menschen aus, die sich besonders um die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland verdient machen. Jetzt wird Bundesfamilienministerin Karin Prien damit ausgezeichnet

 03.03.2026

Nahost

Iran-Krieg: Wer greift wo an und warum?

Raketenalarm, Explosionen, Brände, abgestürzte Militärjets: Seit Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich in vielen Ländern im Nahen Osten die Ereignisse. Ein Überblick

von Johannes Sadek, Arne Bänsch, Cindy Riechau  03.03.2026

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Militärbasen für USA: Washington und Jerusalem erzürnt

Mit einem »Nein« zieht sich die Regierung Sánchez den Zorn internationaler Partner zu. US-Tankerflugzeuge stehen jetzt in Ramstein, anstatt in Süd-Spanien

 03.03.2026

Analyse

Warum die Golfstaaten nicht zurückschlagen

Raketen über Dubai, Drohnen über Doha: Irans Angriffe bringen die Golfstaaten in ein Dilemma. Wie lange können sie noch abfangen, ohne selbst zur Kriegspartei zu werden?

von Arne Bänsch, Johannes Sadek  03.03.2026