Bundesregierung

Ministerin Spiegel: Mehr Geld gegen Rechtsextremismus

Anne Spiegel, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Grüne) Foto: imago images/Metodi Popow

Die Bundesregierung will die Mittel für den Kampf gegen Rechtsextremismus weiter aufstocken. Wie Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) mitteilte, sieht der am Mittwoch im Kabinett beschlossene Haushaltsentwurf der Regierung für dieses Jahr 165 Millionen Euro für das Programm »Demokratie Leben!« vor. Das sind 15 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Aus dem Topf werden Projekte und Initiativen gefördert, die sich der Prävention und Bekämpfung von Extremismus, insbesondere von Rechtsextremismus verschrieben haben.

Damit setze man »ein Ausrufezeichen hinter zivilgesellschaftliches Engagement für Demokratie und gegen Extremismus«, erklärte Spiegel.

JUGENDARBEIT Weitere 7,4 Millionen Euro sollen den Angaben zufolge in Maßnahmen fließen, die der Kabinettausschuss gegen Rechtsextremismus und Rassismus in der vergangenen Wahlperiode beschlossen hatte. Damit soll unter anderem die politische Jugendarbeit und der Jugendaustausch zwischen Deutschland und Israel weiter ausgebaut werden, hieß es. Mehr Geld soll auch das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationszentrum erhalten für den Aufbau eines Rassismusmonitors. Das letzte Wort über Höhe und Verwendung der Mittel hat der Bundestag.

DEMOKRATIEFÖRDERGESETZ Spiegel und Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) wollen in dieser Wahlperiode die Förderung von Projekten für Demokratie und gegen Extremismus auf neue Füße stellen. Die bislang nur befristet mögliche Projektunterstützung wollen sie neu ordnen, um den Initiativen eine verlässliche Planung zu ermöglichen.

Derzeit holen die Ministerinnen auf Grundlage selbst erarbeiteter Eckpunkte Vorschläge für ein Demokratiefördergesetz bei betroffenen Organisationen ein. epd

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

 02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026

Mehrere Männer bei einer Pressekonferenz der Polizei in Frankfurt, einer spricht in ein Mikrofon

Nach Eskalation

Einsatzleiter: Neue Gewalt-Dimension nach Demo in Frankfurt

Der Einsatzleiter der Polizei berichtet von einer »neuen Dimension der Gewalt«: Aus dem Pro-Palästina-Spektrum heraus sei es zu »immer massiveren Störungen und Angriffen auf Polizeikräfte« gekommen

 01.11.2026

Berlin

SPD-Prominente warnen vor Koalition mit der Berliner Linken

In einem offenen Brief sprechen sich Karl Lauterbach, Sigmar Gabriel, Franziska Giffey und Hunderte weitere Sozialdemokraten gegen Rot-Grün-Rot aus – vor allem wegen des Umgangs der Linken mit Antisemitismus

 01.11.2026