Sachsen

Michael Kretschmer: »Björn Höcke ist ein Neonazi«

Will im September wiedergewählt werden: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) Foto: picture alliance/dpa

Drei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen hat Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer die AfD scharf attackiert – insbesondere deren Thüringer Spitzenkandidaten, Björn Höcke. »Björn Höcke ist ein Neonazi: von seiner ganzen Wortwahl, von den Themen, wie er sich benimmt«, sagte Kretschmer der »Bild am Sonntag«. 

Nach Auftritten Höckes in Sachsen attestierte Kretschmer aber auch der AfD in seinem Bundesland eine immer radikalere Haltung: »Dass so jemand hier Wahlkampf macht und begrüßt wird, das zeigt eben, dass die Führung der AfD hier genau in die gleiche Richtung unterwegs ist.«

Höcke nennt Kretschmer »Totengräber«

Höcke reagiert umgehend und bezeichnete Kretschmer als »Totengräber«, der nun auch mit dem Vokabular linksextremer Antideutscher herumwerfe. Auf der Plattform X bezeichnete er die Union als »hauptverantwortlich für den Zerfall einer einst weltweit bewunderten Industrie- und Kulturnation.«.

Lesen Sie auch

Kretschmer schränkte gleichzeitig ein, dass nicht alle Wähler und Mitglieder der AfD rechtsextrem seien. »Das ist dummes Zeug. Es sind sehr, sehr viele Menschen, die dieses Vertrauen verloren haben in die Institutionen.« Die AfD wird in Thüringen und Sachsen vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.

In Umfragen ist die AfD in Sachsen vorne

CDU-Mann Kretschmer will bei der Landtagswahl in Sachsen am 1. September als Ministerpräsident wiedergewählt werden. Laut aktuellem ZDF-Politbarometer liegt die AfD in Thüringen mit 30 Prozent weiter klar auf Platz eins. In Sachsen steht aber Kretschmers CDU mit 34 Prozent an der Spitze. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. dpa

Terror

Berlin am Tag zwei nach dem CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag: Kanzler Merz kündigt Konsequenzen an, Herkunft des Todesopfers bekannt, verletzten Opfern geht es besser

 27.07.2026

Berlin

Neuköllns Integrationsbeauftragte: Härter gegen Islamismus vorgehen

Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des CSD in Berlin erklärt Güner Yasemin Balci, dass es in ihrem Bezirk sowohl mit Homophobie als auch mit Islamismus ein massives Problem gebe

 27.07.2026

New York

Angehörige von Opfern des 11. September wollen Mamdani von Gedenkfeier ausschließen

Die Betroffenen werfen dem Politiker vor, sich in der Vergangenheit nicht ausreichend von Terrorismus distanziert zu haben

 27.07.2026

Teheran

Chamenei bekräftigt Unterstützung für Hisbollah

Es gebe »keinen anderen Weg als Dschihad und Widerstand« gegen Israel, sagt der Oberste Führer

 27.07.2026

Toronto

Schüsse auf jüdische Bäckerei – Polizei ermittelt wegen möglicher Hasskriminalität

Innerhalb von 20 Minuten werden in der kanadischen Metropole zwei Anschläge auf die Bäckereikette Kiva’s Bagel verübt

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Berlin

Felix Klein: »Brandmauer muss aufrechterhalten werden«

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung wendet sich gegen eine Öffnung der CDU zur AfD. Zur Begründung nennt er das AfD-Wahlprogramm in Sachsen-Anhalt

 27.07.2026

Seattle

Drei Tote und mehrere Verletzte bei Schießerei auf Foodfestival

Unter den Verletzten ist ein zweijähriges Kind. Bürgermeisterin Katie Wilson: »Betroffene Familien erleben den schlimmsten Moment ihres Lebens.«

 27.07.2026

Nahost

USA setzen Angriffe auf Iran vorerst aus – Raum für neue Verhandlungen

Der amerikanische UN-Botschafter Mike Waltz sagt, Washington schließe eine erneute militärische Eskalation keineswegs aus

 27.07.2026